Im Gemeinderat

Grasbrunn stimmt gegen Hundewiese

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Grasbrunn – Grünen-Fraktionssprecher Max Walleitner macht sich Sorgen um das Zusammenleben zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern in seiner Heimatgemeinde Grasbrunn. Daher hat er vorgeschlagen, dass die Gemeinde ein Grundstück, so in der Größe eines Fußballfeldes, als Auslaufwiese für Hunde zur Verfügung stellt.

Die Hunde sollen dort ihren Spielplatz und Auslauf haben und nicht im Wald, wo Jungwild Schutz braucht, oder auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, wo Landwirte nicht gerade begeistert sind, wenn Hunde auf Wiesen und Feldern ihr Geschäft hinterlassen. Mit seinem Antrag ist Walleitner jedoch gescheitert. Mit 13:6 Stimmen hat der Gemeinderat die Hundewiese abgelehnt.

Walleitner hatte seinen Antrag begründet. „Es geht primär um Bürger, die Probleme mit freilaufenden Hunden haben, wie Jogger oder Jäger.“ Daher sah er in seinem Antrag „keine Leistung an Hundebesitzer, sondern an alle Bürger“, denn diese hätten bisweilen „Angst vor freilaufenden Hunden“. Auch wenn keine dringende Notwendigkeit bestehe, wolle er nicht warten „bis Probleme und Verletzungen kommen“. Darüber hinaus sei die Hundewiese ein Angebot an diejenigen, die ihre Hunde nicht richtig im Griff hätten.

Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) konterte prompt: „Als nicht Hundebesitzer habe ich Bauchweh, wenn die Gemeinde etwas übernimmt, wenn es auch Privatleute machen könnten.“

Ursula Schmidt (CSU) glaubt nicht, „dass Hundebesitzer dorthin gehen“. FW-Fraktionssprecher Hannes Bußjäger fand die „Idee an sich nicht schlecht, allein mir fehlt der Glaube“, und forderte: „Die Fläche muss fußläufig erreichbar sein.“ Uli Hammerl (SPD) verwies auf die umliegenden Hundesportvereine und deren Areale. Alfons Bauer (FW) schlug einen Test bis zum Sommer vor. Iris Habermann (SPD) stimmte Walleitner zu und forderte Bund Naturschutz (BUND) und Grüne auf, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Letztlich fand der Antrag keine Mehrheit.

Rubriklistenbild: © dpa

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