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Der Vorstand der „Auto-Teiler Grasbrunn“ (v.l.) Walter Geck, Dirk Böhme und Klaus von Buxhoeveden gemeinsam mit Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (r.).

Interview

Grasbrunner „Auto-Teiler“ werden eigenständig

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Seit sechs Monaten gibt es die „Auto-Teiler Grasbrunn“ (ATG). Hervorgegangen ist der Car-Sharing- Verein aus den Vaterstettener „Auto-Teilern“ (VAT). An diesem Samstag wird der Grasbrunner Verein nun komplett selbstständig. Dazu sprachen wir mit Vorsitzendem Walter Geck (52), der gemeinsam mit Klaus von Buxhoeveden und Dirk Böhme als Vorstand die Geschicke der „Auto-Teiler“ lenkt.

Grasbrunn - Herr Geck, wer sind die „Auto-Teiler Grasbrunn“?

Walter Geck: Wir sind momentan noch ein kleiner Verein und haben uns im Februar aus dem Vaterstettener Auto-Teiler (VAT) heraus gegründet. Dieser feifert heuer sein 25-jähriges Bestehen und zählt über 350 Mitglieder. Etwa 30 VAT-Mitglieder leben im Einzugsgebiet Grasbrunn/Neukeferloh, und davon sind zwischenzeitlich 16,17 zu uns übergetreten. An diesem Samstag wird das Geld, das sie beim VAT als Einlage eingezahlt haben, an die „Auto-Teiler-Grasbrunn“ übertragen. Damit haben wir ein Startkapital, womit wir das VAT-Auto, das heute schon in Neukeferloh steht, abkaufen können.

Welches Auto wird „geteilt“?

Walter Geck: Wir haben einen Toyota Yaris im Angebot, zweitürig und mit Schaltgetriebe. Sobald der Verein ins Laufen gekommen ist, versuchen wir, Stück für Stück in jeder Wagenklasse vertreten zu sein, also zum Beispiel mit einem Mittelklassewagen, einem Sieben-Sitzer oder einem Transporter.

Und ansonsten kommen keine Kosten auf die Nutzer zu?

Walter Geck: Nein, wir haben keine monatliche Grundgebühr. Und auch die Kosten für Versicherung und Benzin sind im Nutzungspreis schon mit eingerechnet. Während ein „normaler“ Autobesitzer auch zahlt, wenn er nicht mit seinem Auto fährt, fallen bei uns nur Kosten an, wenn man tatsächlich hinterm Steuer sitzt.

Was sind weitere Argumente fürs Car-Sharing, sprich fürs Auto teilen?

Walter Geck: Es gibt, wie gesagt, einen ökonomischen Aspekt und natürlich ökologische Gründe. Privatleute oder Gewerbetreibende, die bis zu 15 000 Kilometer im Jahr zurücklegen, können mit unserem Modell richtig Geld sparen. Da wäre ein eigenes Auto teurer. Wer allerdings 30 000 bis 40 000 Kilometer im Jahr unterwegs ist, zahlt beim Car-Sharing mehr, das muss man auch ganz klar sagen. Dazu kommt unser ökologisches Grundbewusstsein, dass es gut ist, wenn das eine oder andere Auto weniger unterwegs ist. Wir konnten auch schon feststellen, dass sich die Parkplatzsituation in Wohngebieten durch das Car-Sharing merklich entspannt.

Wo treffen Interessierte die „Auto-Teiler Grasbrunn“?

Walter Geck: Wir sind an diesem Samstag mit einem Infostand beim „Grasbrunner Lauf“ im Sportpark dabei, und wir werden – je nach Wetter – an verschiedenen Samstagen am Wertstoffhof in Neukeferloh stehen. Ansonsten können sich Interessierte über www.atg-grasbrunn.de informieren, eine E-Mail an info@ atg-grasbrunn.de schicken oder sich unter 089/21 54 13 39 bei Dirk Böhme melden.

Das Interview führte

Sophia Heyland.


 

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