Abendstimmung in Harthausen beim Dorffest. Fotos: BB

In Harthausen und Grasbrunn

Beim Feiern bleibt jeder für sich: Eine Gemeinde  zwei Dorffeste

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Seit dem 1. Mai 1978 gehört Harthausen zur Gesamtgemeinde Grasbrunn. Seither wird zwar immer wieder betont, wie man perfekt zusammenarbeitet – doch die jeweiligen Dorffeste werden traditionell am gleichen Tag gefeiert.

Grasbrunn/ Harthausen –„Wir nehmen uns da gegenseitig keine Leute weg, ein echter Grasbrunner geht nicht zum Dorffest nach Harthausen“, ist Feuerwehr-Vorsitzender und Gemeinderatsmitglied Wolfgang Kainz-Huber sicher.

Das sieht Peter Voit, einer der Mitorganisatoren in Harthausen, genauso. „Wir Harthauser feiern da gerne unter uns.“ Beide sind übrigens felsenfest davon überzeugt, dass sie schon immer am dritten Samstag im Juli feiern, „die anderen haben dann plötzlich ihren Termin dahin verlegt“, sagen beide.

Gäste der Grasbrunner Feuerwehr zeitgleich beim Feiern.

In Harthausen wird das Dorffest traditionell von allen acht Ortsvereinen organisiert und veranstaltet. Dieses Jahr hat die Feuerwehr zu ihrem 140. Geburtstag am Freitagabend noch einen Auftritt von Kabarettist Michi Altinger im Stadl eingeschoben und am Sonntag in der Früh gemeinsam mit befreundeten Wehren, speziell denen aus dem schwäbischen Harthausen, gefeiert.

„Nirgends schmeckt die Currywurst mit selbst gemachter Soße so gut wie bei uns, dazu haben wir über zwei Zentner Pommes verkauft“, sagte einer der Verantwortlichen des Stopselclubs. Das „Harthausen der 1000 Lichter“ musste wegen des beginnenden Unwetters leider ausfallen, keine Kerze brannte länger als ein paar Sekunden. Dafür labten sich die Harthauser zu einem tollen „Brillant-Feuerwerk“ ausführlich am „Sprizz-Brunnen“ bei Scampi-Spießen und viel Zuckerwatte.

In Grasbrunn ist die Feuerwehr der traditionelle Veranstalter des Dorffestes. Nachdem man im vergangenen Jahr wegen eines Wolkenbruchs alles noch ganz schnell ins Feuerwehrhaus verlegen musste, saßen heuer über 500 Grasbrunner bis spät in die Nacht und trotzten den Sturmböen. Eine kaum überschaubare Zahl selbst gebackener Kuchen waren bereits am frühen Abend verkauft.

Die Kinder tobten sich bei Kettcar-Rennen aus, in den aufblasbaren Ritterburgen oder Feuerwehrautos. „Wir haben 120 aktive Feuerwehrler, die haben seit neun Uhr geschuftet, dass es so ein tolles Fest gibt. Vor allem die Jungen packen da super an, nur so geht das im Dorf“, sagte Kommandant Johannes Bussjäger glücklich.

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