Als unerträglich empfindet Karl-Heinz Hofmeister, der in der Zornedinger Straße wohnt, den Verkehr vor allem morgens und abends. Barbara Heidarzadeh hat Angst, ihre Kinder alleine über die Straße zu lassen und plädiert für mehr Kreisverkehre in allen Ortsteilen.
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Als unerträglich empfindet Karl-Heinz Hofmeister, der in der Zornedinger Straße wohnt, den Verkehr vor allem morgens und abends. Barbara Heidarzadeh hat Angst, ihre Kinder alleine über die Straße zu lassen und plädiert für mehr Kreisverkehre in allen Ortsteilen.
Klagen über Raser in Harthausen: Sabine Fritzsche, Franziska Hettich und Isabell Freisleben sind sich da einig bei ihrer Kaffeerunde im Harthauser Dorfladen. „Vor allem die Laster brettern hier mit hoher Geschwindigkeit durch“, sagt Sabine Fritzsche. 
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Klagen über Raser in Harthausen: Sabine Fritzsche, Franziska Hettich und Isabell Freisleben sind sich da einig bei ihrer Kaffeerunde im Harthauser Dorfladen. „Vor allem die Laster brettern hier mit hoher Geschwindigkeit durch“, sagt Sabine Fritzsche. 

Verkehrsprobleme

Harthauser klagen über Raser – Messungen belegen das nicht

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Wird jetzt gerast in Harthausen oder nicht? Anwohner und Gemeinde sind da unterschiedlicher Ansicht. Aber Verkehrsprobleme gibt es auf jeden Fall. 

Grasbrunn – Die Freien Wähler fordern Maßnahmen gegen den „Verkehrs-Kollaps“, die Anwohner der Zornedinger Straße in Harthausen haben Unterschriften für eine Geschwindigkeitsmessung gesammelt. Der Durchgangsverkehr ist eines der bestimmenden Themen in Grasbrunn. Die Freien Wähler kommen auf einen Wert von täglich 10 000 Fahrzeugen, die sich laut dem Vorsitzenden Johannes Seitner täglich durch die drei Ortsteile Grasbrunn, Neukeferloh und Harthausen wälzen. Durch den vierspurigen Ausbau der A 99 werde der Verkehr insgesamt weiter zunehmen, auch im Ort, speziell auf der B 304. „Dem Nadelöhr, wo sich dann alles staut“, sagt Seitner. Hinzu komme der tägliche Pendelverkehr, der dem Stau auf der B 304 ausweiche und dafür über die Zornedinger Straße in Harthausen fahre.

Dem widerspricht Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) entschieden. Eine einwöchige Messung habe ergeben, dass dort so viele Autos fahren wie etwa in der Saarlandstraße vor dem Rathaus. „Es gab einen Spitzenwert von 2875 Fahrzeugen an einem Tag, das ist nicht übermäßig viel“, sagt Korneder.

Pendler-Problematik

FW-Vorstand Richard Schmidpeter führt als weiteres Ärgernis die große Zahl an Pendlern aus der Region Grafing, Rott am Inn und Glonn an. „Die wollen über die Staatsstraße 2079 in Richtung B 304, können dies aber nur durch Grasbrunn.“ Die Freien Wähler fordern daher rasche Maßnahmen: Eine Verlegung der Autobahnauffahrt Hohenbrunn an das Gewerbegebiet nach Putzbrunn würde zu einer Entlastung in Grasbrunn führen und wäre ideal für das neue Gewerbegebiet Keferloh. „Weiter schlagen wir eine vierspurige Parallele zur heutigen B 471 vor, von Feldkirchen bis Hohenbrunn, das würde Haar ebenso entlasten wie Grasbrunn“, sagt Seitner.

Schmidpeter schimpft, dass es Pläne der Landkreise Ebersberg und München gemeinsam mit Haar über die zukünftige Verkehrsplanung gebe, dagegen müsse Grasbrunn sich wehren. „Wir sind betroffen, die Haarer Autobahnausfahrt ist auf unserem Grund – aber wir sind an den Zukunfts-Planungen und -Gesprächen nicht beteiligt.“

Autobahn-Parallele

Auch hier widerspricht Korneder. Zum einen sei er seit langem in engen Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Haar, Putzbrunn, Vaterstetten und Feldkirchen. „Aktuell gibt es keine konkrete Planung, wir warten ebenso wie bei der Parallele zur Autobahn auf die Zahlen des Landratsamtes: Wo soll die Straße laufen, wer baut sie und wer unterhält sie?“ Zudem gebe es seit zwei Jahren auf Wunsch der Fraktionen von FW, BFG und CSU eine interkommunale Zusammenarbeit ohne die Bürgermeister, auf Ebene der Gemeinderäte. „Bislang haben die in vielen Sitzungen noch gar kein Ergebnis oder eine Lösung gebracht. Die Freien Wähler müssten da doch sehen, wie zäh es in dieser Thematik ist.“ Er sei kein Fan einer Parallele unmittelbar an der Autobahn, sagt Korneder, zumal der Bürgerentscheid 2004 diese klar ablehnte. Die Gemeinde tue aber was möglich ist für eine Verkehrs-Entlastung von Grasbrunn. „Doch wir lösen hier die Verkehrsprobleme des Großraum München nicht!“

Anwohnerprotest

Etwas getan haben auch die Anwohner der Zornedinger Straße. Sie sind der Meinung, dass viel zu viele Autos täglich mit zu hohem Tempo durch die Tempo 30-Straße fahren. Insgesamt 60 Nachbarn haben unterschrieben und forderten eine Geschwindigkeitsmessung zwischen Hauptstraße und Ortseingang Harthausen.

„Wir haben eine Woche lang die Verkehrsbelastung und die Geschwindigkeiten gemessen“, berichtet Korneder. Demnach hielten sich 85 Prozent der Fahrzeuge an eine maximale Geschwindigkeit von 43 Stundenkilometern „Das ist natürlich schneller als erlaubt, aber leider völlig normal und ein Rasen ist das nicht.“ Demnächst werde ein „Smiley“ aufgestellt. Der lächelt jeden an, der sich an Tempo 30 hält und zeigt dem ein böses Gesicht, der zu schnell ist. „Damit haben wir an anderen Stellen schon sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Korneder. 

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