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Freuen sich auf den Keferloher Montag: (v.l.) Alfred Ostler (Keferloher Freunde), Anton Stürzer (Kreisobmann Bauernverband), Hans Loidl (Marktmeister), Josef Hornbuger (Pflugbeauftrager) und Charlie Trautmann. 

 Bauernfeiertag in Grasbrunn

Keferloher Montag: Pflügen soll wieder Pflicht werden

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Beim Keferloher Montag geht‘s um Tradition, ein Miteinander von Bauern und Bürgern - und um ein ernstes Anliegen: die Pflicht des Pflügens.

Keferloh – Der Keferloher Montag ist und bleibt ein Bauernfeiertag. Nicht die hohe Politik, sondern landwirtschaftliche Themen stehen für die Keferloher Freunde im Vordergrund. Die Veranstaltung soll einen Beitrag leisten für ein besseres Verständnis und Miteinander zwischen dem Produzent Landwirt und dem Konsument Bürger. Und der Keferloher Montag soll Anstoß geben, damit das Pflügen wieder Pflicht wird in der Landwirte-Ausbildung.

Stier, Blaskapelle und Plattler

Das Programm für den Keferloher Montag am 3. September steht: Stierschätzen, Haarer Blaskapelle, Chiemgauer Plattler und Goaßlschnalzer und eine Falknerei: Alle sind dabei. Besonders wichtig ist den Keferloher Freunden aber das Wettpflügen. Neun Anmeldungen liegen schon vor. Diese Disziplin gehörte früher als Muss zur landwirtschaftlichen Ausbildung. „Wer keine Teilnahmen am Wettpflügen vorweisen konnte, konnte nicht zur Abschlussprüfung antreten“, sagt Anton Stürzer, Kreisobmann des Bauernverbands. Geht es nach den Keferloher Freunden, wird das auch wieder so. Vorsitzender Alfred Ostler steht dafür in intensivem Kontakt mit dem Landwirtschaftsministerium.

Landesentscheid als Ziel

Es ist eine ernste Sache und erfordert viel Übung, wenn die Teilnehmer von den Jurymitgliedern des „Vereins der oberbayerischen Pflüger“ eine gute Bewertung bekommen wollen. „Trotz GPS und modernen Maschinen sollten die jungen Landwirte das Handwerk schon beherrschen“, betont Stürzer. Ziel ist es, das Pflügen zu einem bayerischen Landesentscheid heranwachsen zu lassen.

Ziel des Keferloher Montags ist es auch, offene und ehrliche Gespräche zwischen Landwirten und Bürgern aufkommen zu lassen. Denn nur dann seien Diskussionen um Glyphosat, Düngemittel und den Klimawandel zielführend. Oft werde nicht ehrlich miteinander diskutiert, aber „durchs Reden kommt man sich näher, lernt verstehen und kann auch etwas gemeinsam auf den Weg bringen“, betont Ostler.

Den Kontakt zwischen Bauern und Konsumenten sollen die Direktvermarkter herstellen, die bei der Veranstaltung Gemüse, Kürbis, Wildfleisch und -wurst, Schnaps sowie einen Bio-Hühnerstall präsentieren. Die Keferloher Freunde hoffen, die Besucherzahlen der Vorjahre wieder zu erreichen. „2000 waren mindestens da“, schätzt Ostler.

Vom Sekretär zum Minister

Und obwohl der Keferloher Montagein unpolitischer sein soll, geht es ganz ohne Polit-Prominenz dann doch nicht. Festredner Martin Neumeyer, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, wird sich mit dem Thema Wald, Käferbefall und Klima befassen. Albert Füracker wurde vor einem Jahr noch in seiner Funktion als Staatssekretär für Landesentwicklung und Heimat eingeladen, jetzt ist er Finanzminister. Ostler ist sicher: „Aber als gelernter Landwirt hat er einen sehr guten Bezug zu uns.“ 

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