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Leise aber eindringlich: Martin Zingsheim.

Kabarettabend

"KulturGut" feiert Jubiläum mit Martin Zingsheim

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Grasbrunn -„Kopfkino“ heißt das Programm, mit dem der Kabarettist Martin Zingsheim zusammen mit „KulturGut“ in Neukeferloh deren fünfjähriges Jubiläum gefeiert hat.

Bürgermeister Klaus Korneder erzählte ein wenig über die Entstehungsgeschichte von „KulturGut“. Vor etwa sechs Jahren kam unter einigen Neukeferlohern das Gespräch über Kultur in Grasbrunn auf. Dabei beschlossen sie: „Wir meckern nicht nur, sondern tun etwas.“ Das ist mittlerweile auch geschehen. 

Rosi Schröder von „KulturGut“ freute sich danach namens ihrer Gruppe über den Erfolg der vergangenen fünf Jahre und stellte abschließend fest: „Wir wollen nochmal fünf Jahre.“ Dem Applaus nach zu schließen, sieht das Publikum das genauso. 

Und dann kam Martin Zingsheim, leise aber eindringlich, und spannte einen weiten Bogen über das gesamte moderne Leben in unserer Gesellschaft. Dabei stellte er so manche scheinbare Selbstverständlichkeit in Frage: „Einigkeit und Recht und Freiheit – macht sie die Reihenfolge nicht stutzig?“ Auch die Politik bekam ihr Fett weg. Allen voran die Kanzlerin: „Angela Merkel kann mitten im Satz ihre Richtung wechseln.“ Und Vizekanzler Sigmar Gabriel ist für den Kabarettisten die „Anna Netrebko der SPD – sie trägt nur andere Kleider“.

Hitzige Debatte um Hundewiese

Aber er zeigte sich auch über lokale Vorkommnisse bestens informiert, so beispielsweise die hitzige Diskussion im Gemeinderat über eine Hundewiese. Er findet es dabei albern „wenn erwachsene Menschen mit kleinen Beuteln voller Hundekot“ spazierengehen. Und er forderte sein Publikum auf, mal etwas ganz Verrücktes zu machen. So empfiehlt er den Besuchern beispielsweise, einfach mal eine „Email mit Füller zu schreiben“ – oder Kinder mal „als kleine Menschen zu sehen“.

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