Im Feststadl von Grasbrunn entfesseln La Brass Banda ihre Power.
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Im Feststadl von Grasbrunn entfesseln La Brass Banda ihre Power.
1400 Fans feiern mit La Brass Banda.
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1400 Fans feiern mit La Brass Banda.
Schlange vor den Toiletten. Die blitzsauber waren, wie die Fans lobten.
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Schlange vor den Toiletten. Die blitzsauber waren, wie die Fans lobten.
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Mehr als ein Konzert: Beim Auftritt von La Brass Banda sind so viele Fans im Zelt, wie Grasbrunn Einwohner hat. Das ganze Dorf trägt zum Gelingen bei. Foto: Bert Brosch

Coup des Burschenvereins

La Brass Banda rocken Grasbrunn 

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Was für ein Auftritt von La Brass Banda zum Start ihrer Bierzelt-Tour! Der Burschenverein Grasbrunn hatte es tatsächlich geschafft, die Volksmusik-Berserker in ihren Feststadel zu lotsen. „Der Aufwand für uns war unglaublich – aber es hat sich gelohnt“, sagte ein durchgeschwitzter, restlos glücklicher Burschenverein-Vorstand Michael Bichlmeier (27) nach dem Konzert vor 1400 Fans

GrasbrunnAlle Ausfallstraßen von Grasbrunn sind komplett schlammverkrustet, die Parkplatzwiese neben der Festhalle versank noch am Vorabend des großen Konzerts der Volksmusik-Berserker La Brass Banda zum Teil in halbmetertiefen Schlammlöchern. Rund um den Stadel stehen schwere Traktoren bereit, um die vielen Hundert Autos auch wieder von der Wiese von Feuerwehrkommandant Johannes Bußjäger zu ziehen, falls es doch wieder regnen sollte. Auch er war früher beim Burschenverein, heute hilft er mit seinen Feuerwehrkameraden für die Beleuchtung und Einweisung der Fans, die bereits Stunden vor dem Konzert, das der Burschenverein organisiert hatte, anrückten. Im Schnitt sind die alle gut über 40 Jahre alt, beide Geschlechter gleich stark vertreten, was man nicht bei vielen Bands findet. Mit Lederhose, gar noch der kurzen, oder gar barfuß, wie die Band, kommt keiner – drei Grad ist einfach zu kalt, alles zu batzig.

Traktoren ziehen Autos notfalls vom schlammigen Parkplatz

„Eigentlich wollten wir einen bekannten Kabarettisten als Highlight, dann bin ich zufällig auf die Website von La Brass Banda, da konnte man sich bewerben“, erzählt Michael Bichlmeier (27), vorsitznder der Burschen, wie er an dieses Mega-Konzert gekommen ist.. „Zu meiner großen Überraschung bekamen wir schon ein paar Tage später die Zusage, das hatten wir nie erwartet!“ Innerhalb weniger Wochen waren alle Tickets ausverkauft, seit Monaten erhielten die Burschen Bettelbriefe, ob es nicht doch noch Karten gäbe.

Bei der Zusage war die Band gerade auf Welt-Tournee in Vietnam, Hong Kong, Tokyo, Sydney, Neuseeland, Honolulu, San Franciso, Mexico City, Lissabon und Marrakesh mit dem großen Finale in der Münchner Olympiahalle vor 12 000 Fans. Nun also die Bierzelt-Tournee mit dem Auftakt in Grasbrunn, bis November folgen weitere 53 Stadel, Festzelte und Openairs.

Gigantischer Aufwand für 33 Burschen und das Dorf lohnt sich

„Klar, die kosten eine Stange Geld und unser Aufwand war gigantisch für 33 Burschen. Aber heute Abend sehen wir, dass es sich einfach gelohnt hat“, sagt Michael Bichlmeier und strahlt. Finanziell auch, denn bei 1400 verkauften Tickets zu je 30 Euro, da bleibt trotz zwölf Mann Security, vielen Sanitätern, Feuerwehr samt riesen Strom-Aggregat und Einzelzimmern für die 26-köpfige Crew samt Band in der Pension „Jagermo“, die auch der Familie Bußjäger gehört, ein kleiner Batzen für die Burschen übrig. „Die Gemeinde hat uns unglaublich unterstützt, auch bei den vielen kleinlichen Vorgaben des Landratsamtes – denn so eine Veranstaltung hatten ja weder wir Burschen jemals durchgezogen, noch gab es das in unserem Ort, der so viele Einwohner hat, wie heute Abend im Stadl sind“, sagt Bichlmeier.

Unglaubliche Power

Um kurz nach 21 Uhr stürmen die sieben Jungs um Frontmann Stefan Dettl auf die Bühne – und dann ging es fast zweieinhalb Stunden im Sprint durch alle erdenkliche Stilrichtungen: Blasmusik, oft klassisch, gemischt mit Rock, Punk, Ska, Rap, Techno, Reggae. Bei sechs CDs in zehn Jahren plus einer Live-Scheibe gibt’s genügend Auswahl. Selbst wenn nur noch drei der Originalbesetzung übrig sind – „und koaner vo uns kimmt aus Übersee, auch wenn’s immer wieder g’schrieben wird!“ ruft Dettl – alle sieben sind exzellente Musiker, die unglaublich viel Power, Brass und Spaß ins sehr textsichere Publikum blasen. „Da spuilt die Musi und koaner gfriert – jeder singt, weil er’s gspiart!“ – treffender als im aktuellen Hit „Indian Explosion Bauwagn“ kann man es nicht zusammenfassen. Das war keine Blasmusik, das war die Perfektion einer Musikrichtung, die La Brass Banda selbst erfunden hat und die heute vielfach kopiert wird. Perfekt organisiert vom Grasbrunner Burschenverein.

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