Die „Schwammerlbrücke“ wird von Radlern, Fußgängern und Pilzsuchern genutzt. Eine der Trassen führt vom Kreisel in Neukeferloh, über diese A99-Brücke im Westen der A99 zur Putzbrunner Straße.
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Die „Schwammerlbrücke“ wird von Radlern, Fußgängern und Pilzsuchern genutzt. Eine der Trassen führt vom Kreisel in Neukeferloh, über diese A99-Brücke im Westen der A99 zur Putzbrunner Straße.

Gemeinde prüft vier Trassen

Ortsumfahrung bekommt neuen Schwung

  • Bert Brosch
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Die Gemeinde Grasbrunn prüft erneut eine Ortsumfahrung. Vier Trassen im Westen werden untersucht.

Grasbrunn – Zum dritten Mal nach 2008 und 2014 steht das Thema Westumfahrung auf der Grasbrunner Tagesordnung. Ausgelöst durch den zunehmenden Verkehr in Grasbrunn, aber auch durch das geplante Neubaugebiet im Ortszentrum. Der Gemeinderat beschloss, vier Varianten prüfen zu lassen.

Die Freien Wähler hatten den Antrag auf eine Umgehungsstraße für Grasbrunn gestellt. Darin fordern sie die Verwaltung auf, eine mögliche Umfahrung westlich des Ortst zwischen der Kirchenstraße und der M25 in Richtung Neukeferloh zu prüfen.

Auch das Neubaugebiet könnt angebunden werden

Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) machte klar, dass er den Antrag befürworte, obwohl das Thema bereits zum dritten Mal nach 2008 und 2014 auf der Tagesordnung stehe und die Gemeinde schon 2008 eine umfangreiche Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben hatte. „Ich unterstütze den Antrag dann, wenn bei der Prüfung zur Machbarkeit ausdrücklich auch die verkehrlichen Folgen für Neukeferloh genau untersucht werden“, sagte Korneder. Nach intensiver Diskussion einigte sich der Gemeinderat auf vier unterschiedliche Trassen, die vom Fachbüro Gevas Humberg & Partner mit einer speziellen Software untersucht werden sollen. „Diese Software ist in der Lage, für jeden einzelnen Teilbereich die Verschiebung der Verkehrsmenge, ob positiv oder negativ, zu berechnen“, sagte Korneder.

Trasse eins führt vom Kreisel am nördlichen Ortseingang Grasbrunns nach Westen bis zum Haarer Weg, von dort weiter nach Westen bis zur Mitte des Ackers und dann im rechten Winkel nach Süden bis zur Putzbrunner Straße.

Grüne lehnen Ortsumfahrung ab

Die zweite Alternative beginnt auf Höhe des Sportparks, führt nach Westen bis zur Autobahn und entlang der A99 nach Süden bis zur Putzbrunner Straße. Die dritte Trasse brachte Bürgermeister Korneder ins Spiel, er möchte vom neuen Kreisel in Neukeferloh nach Westen durch den Wald, über die seit Jahren unbenutzte „Schwammerl-Brücke“ über die Autobahn und westlich von dieser nach Süden bis zur Putzbrunner Straße in Grasbrunn.

Die vierte Alternative führte Gemeinderat Thomas Unterbichler (SPD) an: Er schlug eine Umfahrung von Grasbrunn von der Ekkehartstraße nach Westen bis zur Autobahn und von dort nach Norden bis zur Putzbrunner Straße vor, von dort weiter über die Kirchenstraße zur M25.

„Unser Ziel ist nicht nur die Umfahrung von Grasbrunn, sondern auch die Anbindung des Neubaugebiets. Nach Prüfung aller vier Trassen werden wir die Ergebnisse im Gemeinderat vorstellen. Danach steigen wir in die Kostenkalkulation ein und klären vor allem, ob denn die Grundstücke überhaupt zur Verfügung stehen“, erläuterte Korneder.

Einen Zuschuss könne die Gemeinde nicht erwarten, da es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt. Gegen die drei Stimmen der Grünen, die eine Umgehungsstraße generell ablehnten, beschloss der Gemeinderat das Vorgehen.

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