Lang ersehnter Tag: (v.l.) Bürgermeister Klaus Korneder, Martina Roggendorf, Pawena Klinger (beide Landkreis), Landrat Christoph Göbel, Otto Bußjäger, Annette Ganssmüller-Maluche (beide stellvertretende Landräte), Corinna Hoßfeld (Landschaftspflege) und Richard Schmidt (Straßenplaner) beim Spatenstich.
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Lang ersehnter Tag: (v.l.) Bürgermeister Klaus Korneder, Martina Roggendorf, Pawena Klinger (beide Landkreis), Landrat Christoph Göbel, Otto Bußjäger, Annette Ganssmüller-Maluche (beide stellvertretende Landräte), Corinna Hoßfeld (Landschaftspflege) und Richard Schmidt (Straßenplaner) beim Spatenstich.

Nach ewigen Verhandlungen

Radweg in Grasbrunn: Baustart nach 20 Jahren

  • Bert Brosch
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Was lange währt... Nach 20 Jahren Kampf wird der Radweg in Grasbrunn nun endlich gebaut. Zumindest ein Teil.

Grasbrunn – Es war ein beinahe historischer Spatenstich: 20 Jahre haben Gemeinde und Landkreis für den 830 Meter langen Radweg in Grasbrunn gekämpft. Jetzt wird er gebaut – zumindest schon einmal die erste Hälfte. Im Dezember soll der Abschnitt fertig sein.

Otto Bußjäger (FW), früher Bürgermeister in Grasbrunn und heute stellvertretender Landrat, erinnert sich: „Als meine Tochter vier Jahre alt und im Kindergarten war, stellten Eltern den Antrag für diesen Radweg. Heute ist meine Tochter 24.“ Das war noch unter Bürgermeister Wilhelm Dresel, danach regierte Bußjäger bis 2008, im Anschluss versuchte Nachfolger Klaus Korneder (SPD) sein Glück mit dem Radweg.

Es geht um 830 Meter

Dasselbe Bild auf Kreisebene: „Das ist noch ein Vermächtnis meiner Vorgänger Gillesen und Janik“, sagte Landrat Christoph Göbel (CSU). „Nun haben wir es endlich geschafft, den ersten Teil in Angriff zu nehmen.“

Der neue Radweg beginnt in Grasbrunn auf Höhe des Neukeferloher Wegs und führt dann, zweieinhalb Meter breit und 830 Meter lang, neben der Kreisstraße M 25 bis zum Sportpark. „Die Kosten für diesen Abschnitt werden 483 000 Euro betragen“, informierte die Projektleiterin im Landratsamt, Pawena Klinger. Denn gebaut und bezahlt wird der Radweg vom Landkreis München.

Zähe Verhandlungen der Grund

Dieser werde ein weiterer Teil der geplanten sicheren Wege für die Grasbrunner, „vor allem für die Kinder, die im Ort das Fahrrad nutzen wollen“, sagte Bürgermeister Korneder. Dass es so lange gedauert hat, lag nicht am Willen des Landkreises oder der Gemeinde, sondern daran, dass der Grundstücksbesitzer nicht verkaufen wollte. Erst durch intensive Vermittlung und enge Zusammenarbeit von Bußjäger und Korneder sei es gelungen, diesen zu überzeugen und die notwendigen Tauschflächen durch die Gemeinde zur Verfügung zu stellen.

Für den zweiten Teil des Weges vom Sportpark bis nach Neukeferloh, 1300 Meter lang, konnte Göbel noch keinen Zeitplan nennen, da auch dafür „die Grundstücksverhandlungen sehr schwierig sind“.

Sonnenstrom vom Radweg

Neben den neuen Radweg werden nicht nur Rohre und Leitungen für Leuchten und Glasfaserkabel verlegt. Es wird auch alles vorbereitet für eine mögliche Stromgewinnung. Auf Antrag der Grünen wird geprüft, ob Solarkacheln auf den Weg geklebt werden können. 

Die Solarzellen verbergen sich in aufgerauten Platten, die nicht rutschig sind und auch von einem Schneepflug überfahren werden können. In dieser Woche ist der erste Solarradweg Deutschlands in Erftstadt bei Köln eröffnet worden. „Wir sehen uns das sehr genau an und überlegen, wie wir das auch bei uns machen können“, sagte Pawena Klinger. Es geht um eine Fläche von fast 2000 Quadratmetern, auf der Strom erzeugt werden könnte.

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