Auch nach der Sanierung der Zornedinger Straße bleibt sie für den schweren Lkw-Verkehr gesperrt.
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Auch nach der Sanierung der Zornedinger Straße bleibt sie für den schweren Lkw-Verkehr gesperrt.

Knapp eine Million Euro Kosten

Zornedinger Straße wird saniert - Lkw-Verbot bleibt

  • Bert Brosch
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Die Zornedinger Straße vom Ortsteil Harthausen in Richtung Zorneding ist stark sanierungsbedürftig, die Seitenstreifen sind zum Teil zu schmal. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, die Straße für rund 930 000 Euro zu sanieren, das seit 2017 bestehende Lkw-Fahrverbot bleibt bestehen.

Grasbrunn - Vom östlichen Ortsausgang in Harthausen bis zur Gemeindegrenze ist die Zornedinger Straße 1,25 Kilometer lang. Im Mai wollte man die Straße noch abschnittsweise sanieren, nun soll sie in einem Rutsch erhöht, befestigt und verbreitert werden. Die Kosten muss die Gemeinde selbst tragen, weil es eine Gemeindeverbindungsstraße ist. „Das ist zwar viel Geld, aber die Straße ist schon sehr sanierungsbedürftig, zahlreiche Bürger haben sich bei uns über den schlechten Zustand beschwert. Zudem gab es Klagen über zu viel Verkehr, vor allem von Lastwagen in Harthausen“, sagte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). Die Straße sei einfach zu schmal für Lkw, auch die Bankette hätten nicht durchgängig die erforderlichen Breiten.

Straße auch nach der Sanierung zu schmal für Lkw

Da Fahrbahn und Bankette durch den hohen Lkw-Durchgangsverkehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, hat die Gemeinde die Straße im Februar 2017 für Lkw über 7,5 Tonnen aus Verkehrssicherheitsgründen gesperrt. „Auch nach der Sanierung dürfen sie dort nicht fahren, weil die Straße in Harthausen mit 5,50 Meter zu schmal ist“, sagte Korneder.

Mehrere Varianten

Gerhard Winzinger vom Planungsbüro Schmidt & Potamitis Bauingenieure aus Hohenbrunn stellte mehrere Varianten zur Sanierung vor: mit mineralischem Bankett, mit Bankettplatten und mit Rasengittersteinen, ebenso die Sanierung abschnittsweise oder auf einmal. „Um einen stabilen Unterbau zu bekommen sowie für die notwendige Breite von Bankett und Böschung müssen wir die Straße in einzelnen Teilbereichen deutlich erhöhen. Nur so ist es möglich, dass auch schwerere Traktoren in den Seitenstreifen ausweichen können“, sagte Winzinger. Er empfahl eine möglichst stabile Befestigung der Bankette, auf beiden Seiten 1,50 Meter breit, auf der Kurvenaußenseite Rasengittersteine, auf der Innenseite Bankettplatten. „Wir haben mit dieser Kombination an der Möschenfelder Straße gute Erfahrungen gemacht, daher befürworte ich das“, sagte Korneder.

Ausschreibung im Frühjahr 2022

Die Kosten für die favorisierte Variante mit Bankett, Rasengitter und Bankettplatten betragen rund 930 000 Euro. Hinzu kommen Baunebenkosten für Planung und Bauüberwachung in Höhe von rund 15 Prozent der Bausumme sowie Kosten für den Grunderwerb einzelner Teilstücke samt Nebenkosten (Vermessung, Notar, Grundbuch) von 35 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Planung einstimmig zu, die Ausschreibung soll im Frühjahr 2022 durchgeführt werden.  

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