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Gewonnen! Mit 34 Punkten gewinnt Sebastian Schönwälder (l.). Manfred und Linda (33 Punkte) waren ihm dicht auf den Fersen.  

Hobby-Spitzenkoch

Sebastian Schönwälder gewinnt „Das perfekte Dinner“

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Kochen geht Sebastian Schönwälder (39) seit jeher leicht von der Hand. Soeben hat der Harthauser bei der VOX-Sendung „Das perfekte Dinner“ gewonnen und 3000 Euro Preisgeld abgestaubt. 

Grasbrunn-Harthausen– Ein „affenartiger Stress“ ist die Kochsendung „Das perfekte Dinner“. Das gibt Sebastian Schönwälder (39) aus Harthausen offen zu. Großen Spaß hat es ihm trotzdem gemacht – zumal er mit 34 Punkten die 3000 Euro Preisgeld abgestaubt hat und seine Mitbewerber, wenn auch nur knapp, in den Schatten stellte.

Das Rezept zum Gewinn: eine klare Tomaten-Consommé mit selbst gemachten Parmesan-Nocken und Ciabatta-Brot, Kalbsfilet mit Marsala-Trüffel-Soße, dazu Kartoffelstrudel und frisches Marktgemüse – und zum Nachtisch Zabaione mit roten Beeren der Saison. Dieses Menü hatte sich Manfred, der Erfahrenste der fünfköpfigen Runde, gewünscht.

Und das funktioniert so: Jeder Teilnehmer zieht am Abend vor seinem „Koch-Tag“ eine Kugel mit Namen aus einem Glaskästchen. In Sebastians Fall war es Manfred. Tags darauf erhält er um 10 Uhr morgens via I-pad Manfreds Videobotschaft, worin der sein Wunschmenü detailliert beschreibt. Danach geht es los: Rezepte raussuchen, einkaufen gehen, Blumenschmuck organisieren, Getränke auswählen – und das Ganze immer gefilmt von einem Kamerateam. „Die stehen dir zehn bis 15 Stunden quasi auf den Fußnägeln“, sagt Sebastian Schönwälder.

Kamerateams stehen jedem 15 Stunden lang auf den Füßen 

Dennoch sei alles reibungslos verlaufen: „Die haben das wirklich super drauf“, lobt der Hobbykoch, der eigentlich als Immobilienkaufmann tätig ist und schon als kleiner Bub gerne in der Küche stand.

Mit der Oma hat er vor über 30 Jahren Apfelkompott eingekocht. Diese Erinnerung hat sich Schönwälder behalten. „Auch wenn ich mir beim Apfelschälen richtig in den Finger geschnitten habe.“ Gekocht hat er ansonsten mit seiner Mama oder beim Onkel in Beuron im Donautal. Dort führte der das Hotel „Pelikan“ und hatte sich als damals jüngster Chefkoch in der Schweiz einen Ruf erworben, wie Schönwälder erzählt.

Onkel führte das Hotel „Pelikan“

„In den Sommerferien durfte ich immer bei ihm in der Küche mitarbeiten“, schwärmt er. Während die anderen draußen spielten, schnippelte Sebastian in der heißen Küche Gemüse – und war glücklich dabei. „Wahrscheinlich wäre ich auch Koch geworden“, sagt er heute. „Aber mein Vater meinte: Koch ist doch kein richtiger Beruf.“

Immerhin: Durch seinen Beruf als Immobilienkaufmann ist Schönwälder das frühe Aufstehen erspart geblieben. „Um fünf Uhr in die Großmarkthalle fahren, das wäre nichts für mich“, sagt er. Und kochen kann er in seiner Freizeit trotzdem noch. „Wir sind ein offenes Haus, haben gerne Gäste, und außerdem ist Kochen meine Stressbewältigung.“

Backen mag der Hobbykoch gar nicht

Der Auftrag fürs „Perfekte Dinner“ hatte es trotzdem in sich, wie der Familienvater gesteht. „Ich musste einen Kartoffelstrudel machen und Ciabatta-Brot backen – das mag ich eigentlich gar nicht.“ Schließlich müsse man sich beim Backen „immer ganz genau ans Rezept halten – und mir liegt eher das Experimentieren und Ausprobieren“.

Keine Experimente macht Schönwälder hingegen, wenn er selbst essen geht. Seit Jahren ist das „Da Angelo“ in Schwabing sein Stamm-Italiener. Auch seine Kunden lotst er dorthin. Und einen Teil des Preisgeldes hat er – gemeinsam mit seinem Team – auch bei Angelo „angelegt“.

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