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Auf halber Höhe der Rampe, die weiter zur Brücke über die B304 führt, soll nach links der neue Weg durch den Wald gebaut werden.

Im Gemeinderat

Streit um Radweg durch den Wald

Grasbrunn – Obwohl es in Neukeferloh einen breiten Rad- und Fußweg von der Brücke über die B 304 zur Lerchen- und Dianastraße gibt, beschloss der Gemeinderat mit 14:6 Stimmen einen neuen, aufwendigen Verbindungsweg.

Für den etwa 100 Meter langen, geschwungenen Weg mitten durch den Wald ist die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig, für die vielen zu fällenden Bäume muss eine Ausgleichsfläche gefunden werden. Freie Wähler und BFG lehnen den Weg ab: „Es gibt viel wichtigere Sanierungsfälle im Ort“, sagte Hannes Bußjäger (FW).

Einige Bürger hatten schon vor Jahren den Wunsch nach einem zusätzlichen Verbindungsweg von den Baugebieten Diana-/Lerchenstraße und Winklergründen zur Brücke über die B 304. Der Gemeinderat wollte das später regeln. Jetzt ist es so weit. Da der Weg barrierefrei sein soll, muss die Linienführung kurvig mit sanften Anstiegen sein. Ziel ist es, Fußgängern und Radlern aus den neuen Baugebieten eine kurze und sichere Verbindung in Richtung Neukeferloh-Nord und damit auch zur S-Bahn zu ermöglichen. 200 000 Euro wurden für den Weg in den Haushalt eingestellt.

Freie Wähler und BFG sind dagegen

Wie Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) berichtete, ist zur Realisierung des kurzen Weges die Aufstellung eines Straßenführungsplans (Bebauungsplan) notwendig. Bauamts-Leiterin Stephanie Prokop rechnet damit, dass das etwa ein Jahr dauert.

Johannes Seitner (FW) bezweifelt, ob der neue Verbindungsweg tatsächlich barrierefrei ist. „Mit dieser Wegeführung kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Wir geben da viel Geld aus und der Effekt ist fast gleich Null.“ Sein Fraktionskollege Hannes Bußjäger behauptete: „Der Weg ist unnötig und wird nur gebaut, weil SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Schuster da wohnt.“ Viel dringender wären aus seiner Sicht die Sanierung der Zehetmeierstraße in Grasbrunn oder der Gartenstraße in Harthausen. „Beide wurden mehrfach aufgerissen für Kanäle und Wasserleitungen und weisen tausende Löcher auf. Da stellen wir seit Jahren Anträge, aber es passiert nichts. Und jetzt wird dieser überflüssige Radweg gebaut“, sagte Bußjäger.

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