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Der BMW-Fahrer hatte keine Chance mehr zu bremsen, der Radfahrer prallte gegen die Windschutzscheibe und wurde so schwer verletzt, dass er starb.

Tragischer Unfall

Grausam: 17-Jähriger wird von Auto erfasst und stirbt - Seelsorger vor Ort

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Ein 17-jähriger Schüler ist am Dienstagabend bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er hatte ein Auto übersehen und wurde frontal erfasst. Der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun. Er starb noch an der Unfallstelle.

Höhenkirchen – „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ – so lautete anfangs die Alarmmeldung an die Feuerwehr Höhenkirchen. Für die Einsatzkräfte Alltag. Doch schon während der Fahrt zur Unfallstelle an der Münchner Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Landkreis München) erreicht Einsatzleiter Benjamin Schmid die Nachricht, dass das Unfallopfer reanimiert werden muss. Für den stellvertretenden Kommandanten der Höhenkirchner Wehr ist in diesem Moment klar, dass dieser Einsatz alles andere als alltäglich ist. Er reagiert sofort, lässt die Straße weiträumig absperren, um Schaulustige fernzuhalten. Drei Ersthelfer sind bereits an der Unfallstelle. Sie haben das Unglück mit angesehen und waren sofort zu dem leblosen Radfahrer geeilt. „Sie haben gleich mit der Wiederbelebung begonnen“, sagt Schmid. Doch weder sie noch die professionellen Rettungskräfte können das Leben des 17-Jährigen retten. Er stirbt an der Unfallstelle.

Fahrradfahrer stirbt nach Kollision mit Auto - Opfer war erst 17

Frontaler Zusammenstoß mit einem BMW

Der junge Mann hatte die Kreuzung überqueren wollen. Ein 37-jähriger Autofahrer, der links abbiegen wollte und eigentlich Vorfahrt gehabt hätte, gab dem Radfahrer ein Handzeichen, dass er ihn zuerst überqueren lässt. Als der Schüler losfuhr übersah er jedoch, ein anderes Auto, das die Kreuzung gerade überqueren wollte und sich rechts neben dem Linksabbieger eingeordnet hatte. Der 54-jährige Autofahrer hatte wohl keine Chance mehr, noch rechtzeitig zu bremsen. Er erfasste den 17-Jährigen frontal mit seinem BMW. Der junge Mann prallte gegen die Windschutzscheibe, wurde an den Wegrand geschleudert und blieb dort schwer verletzt liegen. Wie schnell das Auto unterwegs war, müsse noch geklärt werden, berichtete eine Sprecherin der Polizei München. Ein Sachverständiger wurde für die Ermittlungen hinzugezogen. Außerdem sucht die Polizei nach dem Autofahrer, der sich hinter dem 37-Jährigen auf der Linksabbiegerspur befunden hatte. Sie erhofft sich Hinweise zum Unfallhergang. Die beiden beteiligten Autofahrer erlitten einen Schock und mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

Tragische Unglücke werden nicht zur Routine

Auch für die Rettungskräfte war es ein sehr schwerer Einsatz. Für sie ist es nicht einfach, die tragischen Erlebnisse nicht zu nah an sich heranzulassen. Während des Einsatzes müssen die Helfer funktionieren, sich um die Absperrung kümmern, den Verkehr umleiten, die Unfallstelle reinigen. Doch verdrängen lassen sich die Bilder und Erlebnisse eben nicht so leicht. Einsatzleiter Schmid hat deshalb den Feuerwehr-Seelsorger zur Unfallstelle gerufen. „Er hat die Kameraden bis zum Ende des Einsatzes begleitet.“ Auch danach gab es noch Gespräche im Feuerwehrhaus. Der Tod des 17-Jährigen wird die Feuerwehrleute noch lange beschäftigen. Denn solch tragische Unglücke werden auch für erfahrene Einsatzkräfte niemals zur Routine.

Patricia Kania und Katrin Woitsch

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