COG-Abibeste: Schulleiter Andreas Hautmann mit Moritz Feil, Ulrike Fahrendholz und Hendrik Reichert. Foto: Gerald Förtsch

Große Pläne für die Zeit nach der Schule

Unterschleißheim - Fünf Prüflinge müssen noch zittern und auf die mündliche Prüfung hoffen, doch 103 Gymnasiasten - darunter zwei Wiederholer aus dem Vorjahr - haben ihr Abitur in der Tasche.

Im Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim gab Direktor Andreas Hartmann die Abi-Noten bekannt und gratulierte auch den vier Besten. Moritz Feil schaffte die Traumnote 1,0. Ihm folgte knapp dahinter Leon Schlagintweit mit 1,1. Mit jeweils 1,2 teilten sich Ulrike Fahrendholz und Hendrik Reichert den dritten Platz.

Leon Schlagintweit ist gerade in Berlin und muss auf die Zeugnisvergabe bei der Abschlussfeier am 27. Juni im Bürgerhaus warten, die drei anderen Besten erhielten am Freitag schon mal eine Notenbescheinigung. Ulrike Fahrendholz weiß genau, was sie mit ihrem Abi anfangen will: „Ich werde Physik studieren und mich online um einen Studienplatz in Garching bewerben.“ Die Naturwissenschaften waren immer ihr Steckenpferd: „Ich wollte anfangs Meeresbiologin werden, weil ich Delfine mag, später war’s Vulkanologin, und mit der Zeit kam der Wunsch nach einem Physik-Studium.“ Sie ist eine Befürworterin des G8, weil es „das auch in den meisten anderen europäischen Ländern gibt“, aber sie würde am Lehrplan Hand anlegen.

Auch Hendrik Reichert würde das G8 beibehalten, aber „Vieles müsste entrümpelt oder entstaubt werden“. Den gesamten Stoff in Geschichte habe man in der Zeit gar nicht geschafft, und „nur eine Stunde Sozialkunde pro Woche - da braucht man es gar nicht machen“. Bei der Abiturprüfung hatte er am meisten Angst vor Biologie, „denn das war viel Stoff“. Sein Tipp fürs erfolgreiche Lernen lautet: „Nie übermüdet lernen und sich keinen Stress machen.“ Hendrik Reichert strebt ein Jura-Studium an. Er ist mit dieser Fachrichtung „schon recht früh infiziert worden, denn meine Tante und mein Onkel sind Juristen“.

Bei Moritz Feil wollten selbst seine Mitschüler wissen, wie er gelernt hat, denn ihm wurde bescheinigt, dass er lernhochbegabt ist. Lernen mit links funktioniert aber auch bei ihm nicht: „Ich habe mich acht Jahre lang auf jeden einzelnen Schultag vorbereitet, und dann ist mir auch das Abitur leicht gefallen.“ Generell sei bei ihm nicht der IQ von 118 entscheidend, sondern seine Lernbegierde.

Auch Moritz Feil möchte Physik studieren und er hofft auf einen ganz besonderen Studienplatz. „Im besten Fall kriege ich einen Platz in Cambridge“, sagte er. Ob’s klappt, wird er im Herbst erfahren, denn Bewerbungen werden dort erst im Oktober angenommen. Auf den Ball am 27. Juni, der heuer erstmals in der Turnhalle des Gymnasiums stattfinden wird, freuen sich schon alle.

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