Das große Zittern bei TSV-Volleyballern geht weiter

- Unterhaching (um) - Ein ums andere Mal haben die Volleyball-Verantwortlichen des TSV Unterhaching in den vergangenen Monaten ihre selbst gesetzten Fristen verlängert. In der Hoffnung auf neue Sponsorengelder wurde so die Entscheidung, ob der Verein wieder in der Ersten Bundesliga antritt, nun doch bis zum letzten Moment hinausgezögert: Am 30. Juni, kommenden Mittwoch also, erwartet das Ligabüro des Deutschen Volleyball-Verbandes die verbindliche Zusage - oder eben die endgültige Absage der Klubs. Und im Falle des TSV heißt das, so Abteilungsleiterin Agnes Fischl: "Die Entscheidung wird tatsächlich erst im letzten Moment fallen."<BR>

Derzeit sei die Zukunft völlig offen, versichert Fischl, die gesteht: "Die Nerven liegen blank!" Schließlich fehlen dem TSV kurzfristig immer noch 30 000 Euro, um eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Bis Saisonbeginn müssten dann weitere 25 000 Euro hinzukommen. Jüngste Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren hätten außer Vertröstungen nichts gebracht, berichtet die Hachinger Volleyball-Chefin.<P>Auch für die Spieler ist die Situation nicht einfach. Ursprünglich hatten sie bis 23. Mai Klarheit haben wollen, nun hängen sie immer noch in der Luft. "Ich will dazu aber nichts sagen, bis feststeht, was passiert", gibt sich Kapitän Norbert Kunstek bedeckt. Klar ist: Mit dem derzeitigen Acht-Mann-Kader - Kunstek, Ben Ibata, Michael Mayer, Björn Matthes, Simon Kronseder, Philipp Brada sowie die Brüder Gerrit und Fabian Zeitler - wäre der TSV kaum konkurrenzfähig.<P>Vor allem Annahmespezialisten braucht Trainer Mihai Paduretu noch. "Wir stehen mit zwei Spielern in Kontakt", so der Coach. Ob sie verpflichtet werden können, hängt von den Finanzierungsmöglichkeiten ab.<P>ber selbst wenn das nötige Geld zusammenkäme, ginge der Existenzkampf weiter - neben und auf dem Spielfeld. "Wir würden auf jeden Fall gegen den Abstieg spielen", prophezeit Fischl.<P>

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