Grünes Warenhaus bleibt geschlossen

- Gemeinde will Grundstück für Rathaus- und Altenheimerweiterung

Haar (erl) - Das "Grüne Warenhaus" in Haar wird 2003 nicht mehr öffnen. Die Hausladen Agrar Handelsgesellschaft hat den Standort Haar aufgegeben, berichtete Bürgermeister Helmut Dworzak (SPD) seinen Räten. Das Grundstück soll verkauft werden - und würde sich mit seiner Lage direkt im Anschluss an Rathaus und Maria-Stadler-Haus hervorragend zur Erweiterung dieser beiden Einrichtungen eignen. Sowohl im Rathaus als auch im Seniorenheim herrscht Platzmangel.

"Wir könnten dann nicht nur die Bücherei in das erweiterte Rathausgebäude integrieren, die nötigen Personalräume im Stadlerhaus schaffen, sondern auch den Ortspark, der zwischen Rathaus und Seniorenheim entstanden ist, weiterführen", betonte Dworzak. Architekt Rudolf Miklautz hat bereits einen Bebauungsplan-Entwurf vorgelegt, der auch Erhalt und Integration des alten Lagergebäudes in einen Neubau zulässt. Diese Verschmelzung von alt und neu würde eine Haarer Tradition fortführen: Das heutige Rathaus hat sich aus dem alten Feuerwehrhaus, dem Pfarrhof und dem ehemaligen Rathaus mitsamt Polizeistation und Dorfarztpraxis entwickelt.

Doch die ersten Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer seien kurzfristig gescheitert, erklärte Bürgermeister Dworzak mit Bedauern. Jetzt zählt die Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht, das sie bei Bedarfsnachweis und einem Planentwurf anmelden kann. Einstimmig sprach sich der Bauausschuss für dieses Vorgehen aus. "Wir möchten noch einmal betonen, welche Bedeutung dieses Grundstück für den Haarer Ortskern hat. Mit unseren Plänen würde die gute Stube Haars ihr rundes Gesicht behalten", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Jobst.

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