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Zeitung adieu: (v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Wächter, Architekt Michael Ziller, Vorstand Andreas Ruoff, Bürgermeister Jan Neusiedl und Vorstand Mario Kurtek.

Baugenossenschaft

Grundsteinlegung für 167 Wohnungen

Grünwald - Eine aktuelle Tageszeitung, ein Satz Münzen sowie die Baupläne für die neue Wohnanlage der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Grünwald kamen in die Zeitkapsel, um den Grundstein für den Bau von 167 genossenschaftlichen Wohnungen zu legen. „Später wird der Grundstein im zentralen Aufgang der Tiefgarage für die Bewohner zu sehen sein“, freute sich Vorstand Mario Kurtek.

Thomas Wächter, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft, berichtete den Mitgliedern und Gästen, die zur Grundsteinlegung auf die Baustelle gekommen waren, dass in den vergangenen Jahren eine „aufregende Zeit und ein gehöriges Stück Arbeit“ für die ehrenamtlich tätigen Genossen bedeuteten. „Der Grundgedanke der Genossenschaft ist es, in der Gemeinschaft etwas zu leisten, was der Einzelne nicht könnte und auf diese Weise bezahlbaren Wohnraum auch für nächste Generationen zu schaffen“, betonte er. Auf dem Areal zwischen Oberhachinger Straße und Fritz-Kneidl-Straße wird in mehreren Bauabschnitten eine Wohnanlage mit 14 Mehrfamilienhäusern errichtet. 

Dabei war es von zentraler Bedeutung, dass jederzeit ausreichend Wohnungen für die Bestandsmieter zur Verfügung stehen. Der erste Bauabschnitt mit acht Gebäuden mit 87 Wohnungen konnte nun starten und soll Ende 2019 fertiggestellt sein. „Es wird sicher eine anstrengende Zeit für die Mieter, aber hoffentlich entschädigt das Ergebnis“, sagte Architekt Michael Ziller. Nach seinen Worten ist es das Ziel, eine Atmosphäre des Miteinanders zu schaffen. Es entstehen drei Häusergruppen, die jeweils einen Quartiersplatz in der Mitte haben und durch Wege verbunden sind. Die Baugenossenschaft Grünwald wurde 1949 gegründet, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Wohnungsnot sehr hoch war. Viele Heimatvertriebenen und Ausgebombte suchten eine neue Bleibe. Wie Bürgermeister Jan Neusiedl in seiner Ansprache berichtete, hatte Grünwald 1939 noch 2307, 1949 dann 4706 Einwohner. Eine menschenwürdige Unterbringung und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum sah die Baugenossenschaft als ihre Aufgabe an. 

Die Gemeinde Grünwald unterstützte die Idee und stellte damals das Grundstück zur Verfügung, verzichtete auf Zahlung eines Kaufpreises und erhielt stattdessen Anteile an der Genossenschaft. Innerhalb kürzester Zeit, nämlich Weihnachten 1949, konnten die ersten Wohnungen bezogen werden. Nun ist die Anlage in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. „Auch dieses Mal ist die Gemeinde gern wieder Partnerin und unser Beitrag wird sich auch auf die Miete auswirken“, erklärte Neusiedl. „Das Engagement der Baugenossenschaft kann gar nicht hoch genug geschätzt werden, weil so ein positiver Einfluss auf eine gut strukturierte Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde genommen wird.“ Birgit Davies

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