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Grünwalder Musicale

Da hört sogar ein Känguru zu

Grünwald - Trotz Wetterkapriolen wurde das 20. Grünwalder Musicale, der Beitrag von Musikschule und Vereinigung der Freunde Grünwalds zu den jährlichen Europa-Tagen der Musik, ein Erfolg. Das Open-Air-Konzert am Rathausplatz erhielt Zuspruch, auf der Bühne traten viele Ensembles ab.

Musikschulleiter Markus Lentz stellte den Nachwuchs vor: ein Projekt der Kinder-Streichorchestern „Allegretto“, Animato“ und der Streicher der Grundschule samt Djembé-Trommlern, das mit Jazz Sorgen um die Zukunft der Musikschule verscheuchte. Das Blechbläser-Quintett der Freunde Grünwalds setzte mit einer „Entrada“ aus dem 16. Jahrhundert und Sousas Marsch „Stars and Stripes Forever“ Akzente. Besonderes bot der 14-jährige Jan Banholzer (Horn-Klasse von Patrick Berg). Bei dem nur einen Satz bildenden „Hornkonzert“ in B-Dur des tschechischen Komponisten Josef Dominik Skroup spielte er das lebhafte Solo mit Bravour. Den Orchesterpart markierte Jenny Liu am E-Piano. Der Frauenchor der Musikschule begeisterte unter Elisabeth Daiker bei a-cappella gesungenem Liedgut mit Body Percussion zum Work-Song vom Tortilla-Backen: „Bring me little water, Silvy.“ 

Highligth war das vierstimmige Arrangement eines Sehnsuchtslieds der Comedian Harmonists. Stefan Hofbeck begleitete am E-Piano und war auch für Frauen- und Kinderchor sowie Bigband die unentbehrliche Stütze. Die Jugendblasorchester der Freunde Grünwalds stemmte unter Matthias Schelle Filmmusik aus „Der König der Löwen“ und „Fluch der Karibik“. Mit hellen Stimmen ließen „Klangfarben“, der Musikschul-Kinderchor der Fünf- bis Elfjährigen, die Herzen höher schlagen. Nina Burkart leitete ihn, vor dem Podium stehend. 

Da sangen die Kinder beim Lied vom Känguru Verse, die sogar zum Wetter passten: „Kann sein Kind im Beutel sitzen, regnet‘s draußen Pladderpfützen“. Dann wieder verwandelte sich die Bouré aus Bachs Lautensuite zu Funky: “Komm sing mit, das macht fit, lern mit uns diesen Hit, schon 300 Jahre alt, lässt er trotzdem keinen kalt.“ Großartig war die von Martin Seeliger geleitete „Groove in Green Bigband“ der Musikschule. Die Mischung von Lehrern und Amateuren scheint das Geheimnis mitreißenden Musizierens, das mit Standards wie „Stolen Moments“, „Respect“ oder „Spinning wheel“ nicht nur bei Jazzfans Glücksgefühle auslöste. Unter Jürgen Schieber beendeten „Die Rockad’n“ mit Stücken wie „Smoke on the water“ oder „Skandal im Sperrbezirk“, ein Hit der bayerischen Rock-‚n‘-Roll-Band „Spider Murphy Gang, das Grünwalder Musicale. Arno Preiser

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