Auf den Isar-Trails im Münchner Süden sorgen die individuell „gefitteten“ Bikes für ein besseres Fahrgefühl.
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Mountainbiker stehen immer wieder in der Kritik, auf den Isartrails die Natur zu gefährden.

Hinweisschilder auf den Pfaden im Isartal, Wegekonzept noch in diesem Jahr

Sanfter Appell an die Vernunft der Mountainbiker

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Den Worten zum Schutz der Natur im Isartal scheinen nun auch Taten zu folgen. Künftig sollen Hinweisschilder auf den Pfaden die Mountainbiker sensibilisieren. Außerdem soll das Wegekonzept im Isartal noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Grünwald - Ingrid Reinhart-Maier (Grüne) hatte im Grünwalder Gemeinderat Alarm geschlagen und davor gewarnt, dass wertvolle Feuchtgebiete in den Isarauen zwischen Grünwald und Straßlach durch Erholung suchende Mountainbiker in Mitleidenschaft gezogen werden. Sowohl der Bund Naturschutz als auch der Mountainbike-Verband hätten sich in der Zwischenzeit stark gemacht für einen Schutz dieses Teils. Letztere argumentierten nach den Worten Reinhart-Maiers, sie wollten nicht immer „als Naturzerstörer dargestellt werden“. Es fehle vielmehr an einem vernünftigen Wegekonzept mit Beschilderung, eben Hinweisen, wo gefahren werden darf und wo nicht.

Schilder mitten auf den Pfaden

Die Grünen-Gemeinderätin schrieb Briefe, unter anderem an Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Und tatsächlich sei vor wenigen Tagen etwas in dieser Richtung unternommen worden. Im Bereich der Altwässergebiete seien mitten in den Pfad Schilder gesetzt worden. Mit der Bitte, diese Route nicht weiterzuverfolgen, weil sich hier ein ganz besonderes, sensibles Naturgelände befinde. „Das freut uns alle sehr.“ Es werde zwar immer welche geben, die trotzdem hineintrampeln und durchfahren. Aber Ingrid Reinhart-Maier ist sehr zuversichtlich, dass sich die große Menge der Erholungssuchenden an den klaren Hinweis halten werde.

Umweltministerium will Wegekonzept umsetzen

Auch beim Grünwalder Wasserwerk habe sich etwas getan. Hier sei ein Stück zum Durchschieben für Fahrräder vorgesehen - nahe der Holzstege. Zwei Schranken seien jüngst aufgestellt worden, was der Natur helfe. Denn hier könne man so schöne Naturvögel wie den seltenen Eisvogel erleben, wenn man eine Zeit stehen bleibt. In einem Schreiben des Umweltministers werde auch versprochen, dass das Wegekonzept im Isartal, unter anderem in Grünwald, noch in diesem Jahr umgesetzt werde.

Zwei Ranger sollen sich darum kümmern, dass die Natur zu ihrem Recht kommt. Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU): „Ja, jetzt hoffen wir, dass die Schilder auch fruchten. Ein Ranger ist ja auch schon da. Möge es helfen.“

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