Mit ihren Fahnen stellten sich die Vereine für den Gottesdienst auf, darunter auch die Burschen aus Harthausen mit ihrem neunjährigen Taferlbua Andreas.
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Mit ihren Fahnen stellten sich die Vereine für den Gottesdienst auf, darunter auch die Burschen aus Harthausen mit ihrem neunjährigen Taferlbua Andreas.
Festumzug 125 Jahre Burschenverein Grünwald
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Gemeindechef und Burschenvorstand: Bürgermeister Jan Neusiedl und der Vorsitzende der „Einigkeit“, Quirin Strobl, schritten beim Umzug nebeneinander her.
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Haben sich vom Traktor auf die Eierwiese ziehen lassen: die Mai-Madln Arabella Becker, Theresa Portenlänger (l.) und Johanna Prößdorf (r.) mit ihren Freundinnen.
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Vom Balkon runter fotografierte es sich am Sonntag besonders gut. Hier verfolgen Grünwalder in der Nähe vom Marktplatz den Festumzug. Fotos: andrea Kästle
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Festumzug 125 Jahre Burschenverein Grünwald

Jubiläumsfeier

Burschenverein Grünwald feiert 125-jähriges Bestehen

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Vier Tage lang hat der Burschenverein „Einigkeit“ Grünwald sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Höhepunkt am Sonntag war der große Festumzug, an dem 50 Vereine teilnahmen.

Grünwald – Mit Grünwald verbindet man stattliche Häuser hinter hohen Hecken, deren Bewohner es gar nicht so gern haben, wenn man weiß, dass sie hier wohnen. Am Sonntag lernte man die Gemeinde, eine der reichsten Kommunen Deutschlands, mal von einer ganz anderen Seite kennen – von ihrer dörflichen nämlich. Der halbe Ort, so sah es aus, feierte mit rund 1200 Besuchern von außerhalb den 125. Geburtstag seiner Burschen. Es war der Abschluss eines Vier-Tages-Festes mit Gottesdienst, Festumzug und Bierzeltbetrieb.

Vom Festzelt an der Laufzorner Straße aus hatte sich der Zug gegen 10 Uhr in Bewegung gesetzt. Vornweg gab die Blaskapelle Deining den richtigen Ton an, gefolgt von Bürgermeister Jan Neusiedl und den Burschen. Aus der Gemeinde selbst waren noch die Feuerwehr, beide Schützenvereine und die Trachtler mit von der Partie. Kinder hielten Tafeln hoch, auf denen die verschiedenen Teilnehmer angekündigt wurden.

Am Straßenrand waren derweil die Grünwalder herausgekommen aus ihren Villen, winkten, fotografierten, freuten sich. Auch die rund 50 mitfeiernden Vereine verbreiteten beste Laune. Aus der Grünwalder Partnergemeinde Neuenhagen bei Berlin war der „Karneval-Club“ angereist – und zeigte keinerlei Ermüdungserscheinungen, obwohl schon seit Freitag vor Ort und in der Zeit quasi nonstop im Bierzelt.

Die katholischen Mädchen aus Zolling wiederum konstatierten recht zufrieden, dass das Fest, das unlängst ihr Burschenverein daheim ausgerichtet hat, noch ein wenig größer ausgefallen war. „Da waren dreimal soviel Besucher da wie wir Einwohner haben“, sagte Sabina.

Über die Nibelungenstraße, die Tölzer- und die Zugspitzstraße bewegte sich der Zug auf die Obere Eierwiese, wo Stefan von Drachenfels, Dekan in Ausbildung, den Gottesdienst hielt. Unter weißblauem Himmel, allerdings brannte während seiner Predigt die Sonne ganz schön runter. Weshalb sich einige Vereine, die Burschen Deisenhofen etwa und die aus Tuntenhausen, an den Wald- beziehungsweise Straßenrand in den Schatten zurückzogen. Die Mai-Madln aus Grünwald saßen, mit Blumenkränzen im Haar, auf einem Traktor-Anhänger, die Münsinger Blaskapelle hatte ihre Instrumente vorübergehend in der Wiese abgelegt.

Drachenfels erinnerte an die Anfänge der Burschen vor 125 Jahren, in „nicht einfachen Tagen“. Auch heute, meinte er, seien die gesellschaftlichen Umstände keine leichten. Er zitierte den Soziologen Kurt Beck, der sinngemäß gemeint hatte: „Der Mensch heute lebt herausgelöst aus festen Strukturen.“ Der angehende Dekan wünschte der Burschenschaft, die er als „Bindeglied zwischen Kirche und Gemeinde“ bezeichnete, „echte Freundschaft: Helft zusammen“.

Danach konnten die Beteiligten den gemütlichen Teil des Tages angehen. Zurückgegangen in Richtung Bierzelt wurde aber nicht auf direktem Weg: Man machte einen kleinen Schlenker, vorbei an der Burg, dem Wahrzeichen der Gemeinde. Und sammelte am Marktplatz weitere Besucher mit auf, die den Gottesdienst geschwänzt und sich stattdessen im Biergarten vom Alten Wirt schon einmal aufs Weiterfeiern eingestimmt hatten.

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