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Ampel-Chaos in Grünwald: Ausbauzeit jetzt noch erweitert

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Von: Marc Schreib

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Rote Ampel: Die provisorischen Ampeln an der Oberhachinger Straße sind mittlerweile in Betrieb.
Rote Ampel: Die provisorischen Ampeln an der Oberhachinger Straße sind mittlerweile in Betrieb. © msc

Es gibt Ärger um den Ampel-Bau am Grünwalder Ortseingang. „Das geht den Leuten irgendwann einmal auch auf den Keks“, sagte Rat Oliver Schmidt (PBG).

Grünwald – Die Ampel an der Ecke Oberhachinger-/ Josef-Sammer-Straße ist für die Grünwalder ein großes Ärgernis. Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) sprach jetzt im Gemeinderat dieses Thema an.

Das Straßenbauamt München hat die Errichtung der Ampelanlagen im vergangenen Monat federführend durchgeführt, zum Verdruss vieler Autofahrer, aber auch Anwohner, die etwas Vergleichbares an Chaos in den vergangenen Jahrzehnten in Grünwald nicht erlebt haben. Die Ausbauzeit ist jetzt noch erweitert worden.

„Mit Gemeinde wäre es besser verlaufen“

Neusiedl: „Sie haben zumindest die Sudeten- und die Josef-Sammer-Straße wieder geöffnet, sodass der Verkehrsdruck ein bisschen geringer geworden ist. Wenn wir das gemacht hätten, wäre es anders und besser verlaufen.“ Das Problem: Die Fundamente für die Ampelmasten mussten recht groß sein, damit die nötige Stabilität gewährleistet ist. Das hat etwas länger gedauert, wie Peter Klessinger vom Bauamt ausführte. Anschließend wurden die Induktionsschleifen eingebaut.

Die Umleitungen sind abgebaut, die provisorische Ampel mittlerweile in Betrieb. Die neuen Masten werden bald eingebaut, sie sollten eigentlich bis Mitte November stehen. Bis jetzt sind die Arbeiten noch nicht im Gange. Sie dauern ein bis zwei Tage während des laufenden Verkehrs.

Eine Ampel sei unabdingbar

Die zwei Tage Endarbeiten nimmt Oliver Schmidt (PBG) gerne in Kauf dafür, dass Grünwald diese Ampel erhalten hat nach knapp 13 Jahren ernsthafter Bemühungen. „Wir haben geduldig darauf gewartet. Und es ist ein Segen für den ganzen östlichen Teil der Sammelstraßen, dass endlich eine geregelte Verkehrsführung möglich ist.“ Dafür sei eine Ampel unabdingbar.

Die Vorgängerin, eine Fußgängerampel, sei da weniger hilfreich gewesen, weil Autofahrer an der Kreuzung immer aussteigen mussten, um den Ampelknopf zu drücken. „Das geht den Leuten irgendwann einmal auch auf den Keks“, sagte Schmidt. Etwas rätselhaft fügte er hinzu, dass es auch wohl nicht die letzte neue Ampel gewesen sein wird. Er hat offenbar eine Vorstellung für eine weitere Anlage an zentraler Stelle im Ortsgebiet, will darüber aber erst berichten, wenn etwas in die Wege geleitet sei.

Ingrid Reinhart-Maier (Grüne) konnte sich den Scherz nicht verkneifen: „Schauen wir mal, welche Ampel früher steht, die Koalitionsampel im Bund oder diese hier“, sagte sie.

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