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In großen Lettern haben Unbekannte die Mauer am Grundstück von Katja Goetz beschmiert.

Flüchtlingsdebatte in Grünwald

Mauer einer besorgten Mutter beschmiert

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Grünwald - "Hier Ficki Ficki“ haben Unbekannte an die Grundstücksmauer von Katja Goetz geschmiert. Die Botschaft ist eindeutig.

Katja Goetz erstattet Anzeige bei der Polizei. Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag die Hausmauer der Sprecherin der sogenannten besorgten Mütter in Grünwald mit den Worten „Hier Ficki Ficki“ beschmiert. Die Geschädigte wertet die Tat als „Einschüchterungsversuch“. Gegenüber dem Münchner Merkur sagte sie: „Ich nehme das nicht ernst. Ich hetze nicht.“ 

Die Schmiererei spielt an auf eine Aussage, die Goetz in einem Beitrag mit dem Sat1-Frühstücksfernsehen getätigt hatte. Darin äußert sie ihre Angst vor sexuellen Übergriffen auf Frauen durch männliche Flüchtlingen in Grünwald. Außerdem behauptet sie, dass sechs männliche Flüchtlinge sie auf der Straße in Grünwald sexuell belästigt hätten. Goetz erzählt vor der Kamera, die Männer hätten „Ficki Ficki“ gesagt, als die Gruppe an ihr vorbeiging. 

Goetz nahm das Beschmieren ihrer Hauswand zum Anlass, einen Leserbrief an den Isar-Anzeiger zu schreiben. Er wurde bisher nicht gedruckt. In dem Schreiben verteidigt Goetz ihre Ängste. Gleichwohl betont sie, „dass ich in keiner Weise ausländerfeindlich bin, und ich keine Ablehnung gegenüber der Aufnahme von Flüchtlingen generell habe“. 

Im Gespräch mit dem Münchner Merkur greift Goetz die Sprecherin des Grünwalder Asyl-Helferkreises Ingrid Reinhart an. Reinhart hatte in einem Interview mit unserer Zeitung die Aussagen von Katja Goetz bei Sat1 kritisiert. Die Sprecherin der besorgten Mütter sagt: „Das ist keine Hetzkampagne, was wir machen. Frau Reinhart hetzt. Das ist gefährlich.“ 

Goetz sagt, sie finde es „auch gut, wenn Flüchtlinge hier dezentral integriert werden.“ Gleichwohl fordert sie eine „geschlechtliche Balance“, also eine gleiche Zahl von Familien, Frauen und Männern in Grünwald. In der Traglufthalle in Wörnbrunn leben derzeit (Stand 25. Februar) 281 männliche Flüchtlinge. 

Goetz erklärt, dass das geplante Bürgerbegehren der besorgten Mütter gegen die Flüchtlingspolitik der Gemeinde in der Bevölkerung sehr großen Anklang finde. Demnach würden 50 Helfer ununterbrochen Unterschriften sammeln. Ziel des Bürgerbegehrens ist, dass der Mietvertrag für das Grundstück, auf dem sich die Traglufthalle befindet, von der Gemeinde nicht verlängert wird. Goetz sagt: „Das ist ein Ghetto da draußen. Integrationsbemühungen sind dort sinnlos, da Flüchtlinge nicht bleiben, sondern ständig wechseln."

Thomas Radlmaier

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