Zumindest der alte Traktor an der Emil-Geis-Straße beeinflusst das Verkehrsgeschehen am Nadelöhr Richtung Marktplatz nicht maßgeblich.
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Zumindest der alte Traktor an der Emil-Geis-Straße beeinflusst das Verkehrsgeschehen am Nadelöhr Richtung Marktplatz nicht maßgeblich.

Straßenabschnitt bis zum Marktplatz

Gefahr für alle: Gemeinderat fordert Tempo 30 auf der Emil-Geis-Straße

  • Marc Schreib
    VonMarc Schreib
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Die Emil-Geis-Straße scheint mehreren Gemeinderäten der verkehrliche Gefahrenschwerpunkt Grünwalds zu sein. Hier ist es nicht leicht, die Fahrbahn zu queren.

Grünwald – Viele Bürger sind auf Oliver Schmidt (PBG) zugekommen, den Straßenabschnitt betreffend. Deren Bedenken trug er jetzt im Gemeinderat vor. Hier, an der Emil-Geis-Straße, befänden sich viele Geschäfte sowohl im Kurznhof als auch auf der gegenüberliegenden Seite – eine Eisdiele, Supermarkt und vieles mehr. Schmidt: „Die Querverbindungen, die abseits der Ampel stattfinden, sind so gefährlich und haben auch zugenommen.“ Es sei schon fast zu erheblichen Unfällen gekommen. Der ein oder andere sei auch verletzt worden, in früheren Zeiten sogar einmal ein ehemaliger Bürgermeister. Deshalb ist es für Schmidt höchste Zeit, sich über eine Verbesserung der überlasteten Straße Gedanken zu machen. Tempo 30 ist für ihn eine Idee. Bislang gelten hier 50 Stundenkilometer. Es gebe auf der Strecke nämlich Spezialisten, die bei freier Durchfahrt aufdrehen und über den Marktplatz brettern. Schmidt plädiert daher, die Situation zu untersuchen: „Denn wenn sich wirklich ein Vorfall ereignet, haben wir ein großes Problem. Wir haben dort Erwachsene, Schulkinder, auch ältere Leute als Passanten, die es zu schützen gelte.“ Die Radfahrer kämen noch obendrauf, die sehr wenig Platz bis keinen zum Ausweichen haben. Für ihn, Schmidt, „ein unerträglicher Zustand“. Der PBG-Gemeinderat verweist auf andere Ortschaften, die bei ähnlichen Gegebenheiten eine Geschwindigkeitsbeschränkung verordnet hätten.

Wenig Handlungsspielraum für die Gemeinde

Aber die Gemeinde Grünwald hat hier wenig Handlungsspielraum. Das gab Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) zu bedenken. Im Gespräch seien bereits Querungshilfen gewesen, was sich hier aber aus Sicht des Straßenbauamts unmöglich verwirklichen lasse. Es gebe nämlich auf der kurzen Strecke zu viele Ein- und Ausfahrten. Bei viel Verkehr wären die meisten eher froh, wenn sie Tempo 30 fahren könnten. „Es liegt nicht in unserer Hand.“

Gemeinde müsse selbst aktiv werden

Aber so leicht gab sich Oliver Schmidt nicht zufrieden. Er schlug vor, hartnäckig bei der Sache zu bleiben, denn der Staat alleine werde niemals etwas unternehmen. Die Gemeinde müsse nun selbst nachweisen, dass eine Gefahrensituation vorherrsche. Der Bürgermeister solle auf dem kurzen Dienstweg seine Verbindungen spielen lassen und an die entsprechenden staatlichen Stellen herantreten. „Tun Sie was, tun Sie was.“ Ob auf diesen Appell etwas folgt, war dem Sitzungsverlauf nicht mehr zu entnehmen.

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