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Nur in den Bergen? Denkste. Auch durchs Isartal könnte eine Seilbahn Pendler kutschieren.  

Gedankenspiele für Seilbahn

Grüne wollen Gondel und Brücke übers Isartal

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Seilbahn sehr gerne, aber bitte auch eine Fußgängerbrücke. So stellen sich Grünwalds grüne das Isartal der Zukunft vor. 

Grünwald – Ingrid Reinhart und Antje Wagner bilden gemeinsam die Grünen-Fraktion im Grünwalder Rathaus – und sind für Visionen offen, wenn sie eine Fortbewegung ohne Motor unterstützen. Deshalb begrüßen sie auch den Vorstoß, eine Gondel über dem Isartal zu bauen. Sie sind sich sicher: „Diese Seilbahnverbindung würde den problematischen und für Fahrradfahrer gefährlichen Übergang zwischen Pullach und Grünwald spürbar entlasten.“

Bei dem Zukunftsprojekt soll nämlich auch an Radfahrer gedacht werden. Sie leiden am stärksten unter den anstrengenden und gefährlichen Anstiegen von der Brücke zwischen Grünwald und Höllriegelskreuth. Antje Wagner, die regelmäßig hinüber muss, spricht aus Erfahrung. Daher ist es für sie ein wichtiges Kriterium, dass die Gondeln nicht nur Personen, sondern auch Räder transportieren können – sei es in der Kabine oder außen: „Es muss eine Vorrichtung wie beim Skitransport geben, an der unproblematisch die Fahrräder außen befestigt werden können.“

Alles im allem, das geben Wagner und Reinhart unisono zu, klinge das Projekt aber doch sehr nach Zukunftsmusik. Bei dieser Gelegenheit sprechen sie sich noch einmal explizit für eine zweite Lösung aus, die sie vor kurzem im Gemeinderat vorgestellt haben: Auf ihren Antrag hin ist eine kostenlose Machbarkeitsstudie der TU München für eine Fußgänger- und Fahrradbrücke zwischen Grünwald und Pullach in Arbeit. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat kontrovers über eine Hängebrücke diskutiert. Unter anderen äußerte sich der Bund Naturschutz skeptisch und gab zu bedenken, dass nach einem solchen Bau auf keinen Fall weitere Wege das Isartal durchschneiden dürften. Die Verträglichkeitsgrenze für Fauna und Flora sei längst erreicht.

Alles eine Frage der Priorität: Eine solche Radverbindung würde sich andererseits nahtlos ins Bild eines überregionalen Radwegenetzes fügen, wie es vom Landkreis München angestrebt wird. Im Zuge von Dieselskandal, schlechter Luft in den Städten und Gemeinden, Dauerstaus und vollgeparkten Ortszentren werden laut Wagner/Reinhart auch E-Bikes immer beliebter. Aber ohne die nötige Infrastruktur könne keine grundsätzliche Verbesserung erzielt werden.

Fazit aus grüner Sicht: Beide Querungen könnten einander sinnvoll ergänzen. Sie haben auch schon eine genau Vorstellung davon, wo beides platziert werden könnte. Die Brücke wäre demnach aus geologischen Gründen stadteinwärts in Höhe Ebertstraße zu verwirklichen. Sie würde zur Ortsmitte Pullach führen. Die Gondeltrasse könnte in Höhe der Grünwalder Brücke als „perfekte räumliche Ergänzung dienen.  

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