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Die Hüllen dürfen in der Sauna in Grünwald wieder fallen. Testweise hatte das Bad einen Textilsauna-Tag eingeführt. 

Endlich wieder unverhüllt: Freizeitbad schafft Textilsauna-Tag ab

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Nach einem halben Jahr der heißen Testphase lautet das Motto in der Grünwalder Sauna wieder ganz unprüde: „Durchgehend nackig.“

Grünwald– Die Palette der Wellness-Angebote reicht von einer finnischen Sauna, über ein Solebad und diversen Aufgüssen jede volle Stunde bis hin zu einem Solebad mit Sounduntermalung und einem Garten mit Blockhaussauna. Absolut einzigartig allerdings war folgendes Novum: Badbetriebsleiter Dominic Rühmling hatte seine Idee verwirklicht, jeden zweiten Dienstag im Monat eine Textilsauna im Freizeitbad anzubieten(wir berichteten).

Damit sollte die Besucherzahl am Dienstag angehoben werden. An diesem Tag ist nur die Sauna geöffnet, das Schwimmbad geschlossen, weshalb nur wenige Gäste den Weg zur Sauna wählen. Fortan mussten sie sich auch noch umgewöhnen und die sensiblen Körperregionen verhüllen – die Damen auch den Brustbereich. Als Kleidungsstücke waren Badehosen oder Bikinis erlaubt. Als bequemere Alternative schlug Freizeitbad-Betriebsleiter Dominic Rühmling seinerzeit Hamamtücher oder Saunakilts vor.

Das gut gemeinte Angebot richtete sich gerade an ein junges Publikum. Es stieß jedoch in Grünwald bei einer Handvoll Stammgästen auf Unverständnis und harsche Ablehnung. Sie empfanden die Verhüllungsregel als sinnlose Einschränkung. Das führte laut einer Saunagängerin, die ihren Namen nicht nennen möchte, dazu, dass die Gäste sich anderweitig orientierten. Entweder wählten sie einen alternativen Besuchstag aus oder suchten sich ein neues Schwitzbad, zum Beispiel das Phoenixbad in Ottobrunn. Ein mit der Saunagängerin befreundetes Ehepaar aus Unterhaching, das jeden Dienstag in den Freizeitpark kam, hat diesen Weg gewählt.

Die Saunagängerin freute sich über die neueste Entwicklung und die Rückkehr zur alten Regelung sehr. Sie glaubt, dass einige Besucher abgesprungen sind, zumal die Probezeit von einem Jahr verkürzt worden sei. „Die haben wohl gesehen, dass am Textil-Dienstag überhaupt keiner mehr kommt. Es war halt ein Schuss in den Ofen.“

Wie Freizeitparkchef Jörn-Torsten Verleger zugibt, hat die Textilsauna nicht den Zuspruch gefunden, den man sich erhofft hatte. „Wir haben es mal ausprobiert und wollten es nicht großartig publik machen. Genauso leise haben wir das Projekt auch wieder eingestellt.“ Es hatte demnach keinen Sinn, das Angebot betriebswirtschaftlich fortzusetzen. Der ohnehin geringe Besucherstamm sei nur noch geringer geworden. Also kehrte man ein paar Monate früher als geplant wieder zu dem Modell zurück, das vorher angeboten worden war. Nackig, von oben bis unten. Gleichzeitig findet der Freizeitparkchef: „Es war eine Versuch wert.“

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