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Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Bei einem Brand in Grünwald ist ein Mann ums Leben gekommen.
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Grausiger Fund bei Feuerwehreinsatz

Mann verbrennt in seiner Wohnung: Ursache ist mysteriös 

Grünwald - Ein 68 Jahre alter Mann ist am Donnerstagabend bei einem Wohnungsbrand in Grünwald tot aufgefunden worden. Die Umstände sind rätselhaft.

Die Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus an der Leerbichlallee hörten kurz vor 20 Uhr einen lauten Knall aus der Erdgeschosswohnung. Fenster und ein Teil der Hausfront wurden regelrecht weggesprengt, berichtet die Feuerwehr. „Als wir am Einsatzort ankamen, schlugen schon hohe Flammen aus der Wohnung heraus“, sagt Florian Aulenbacher, Sprecher der Feuerwehr Grünwald. Die Einsatzkräfte forderten daher gleich Unterstützung aus Pullach an. Über die Terrassentür und unter schwerem Atemschutz kämpften sich die Feuerwehrleute in die Zweizimmer-Wohnung vor. Währenddessen evakuierte die Polizei die Bewohner des Hauses. Im Wohnzimmer entdeckten die Einsatzkräfte dann die verbrannte Leiche auf einem Stuhl. Der Mann ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sodass eine klare Identifizierung noch nicht möglich war.

Sehr wahrscheinlich handelt es sich aber um Fritz R., den 68-jährigen Inhaber der Wohnung. Er soll alkoholkrank und stark verwahrlost gewesen sein, berichten Nachbarn. „Er war ganz alleine und konnte eigentlich gar nicht mehr selbst für sich sorgen. Mir hat er immer leid getan“, sagt Nachbarin Rosetta T. Deshalb hat sie dem 68-Jährigen oft etwas zu Essen vorbeigebracht. Auch ein Tischchen, einen Stuhl und Blumen für die Terrasse hat sie ihm besorgt. „Damit der Fritz es ein bisschen schön hat.“ Eine trauriges Leben habe der 68-Jährige geführt. Kontakt hatte er zu niemandem. Die Gespräche mit Nachbarin Rosetta seien daher für ihn immer eine besondere Freude gewesen. Früher hat er bei den Bavaria Filmstudios in Grünwald gearbeitet und war Fotograf, hat er ihr mal erzählt. Er hatte eine Freundin und einen Sohn. Dann wurde er alkoholabhängig. Die Freundin trennte sich. Zum Sohn hat er schon lange keinen Kontakt mehr. Seitdem lebte der 68-Jährige allein in der Wohnung an der Leerbichlallee.

Er verwahrloste auch körperlich, war abgemagert und kümmerte sich nicht um seine Wohnung. Mehrfach musste die Polizei bei ihm anrücken, weil der Verdacht auf eine Gesundheitsgefährdung bestand. Vor etwa einem Jahr riefen die Nachbarn die Polizei, weil sie nichts mehr von dem 68-Jährigen hörten und ihn auch nicht mehr gesehen hatten. „Wir haben uns Sorgen gemacht“, sagt Rosetta T. Und tatsächlich lag Fritz R. ohnmächtig in seiner Wohnung und kam ins Krankenhaus. In dieser Zeit habe der Eigentümer die Räume entrümpelt und saniert. „Er hatte kaum Möbel, als er aus dem Krankenhaus zurückkam, die Wohnung war fast leer“, weiß Rosetta T. Ein Pflegedienst habe sich um den 68-Jährigen gekümmert. „Nicht genug“, findet die Nachbarin. „In meinen Augen hätte man ihn nicht allein leben lassen und zuschauen dürfen, wie dieser Mensch langsam verkümmert“, sagt Rosetta T. Sie sei noch immer schockiert, dass der Fritz jetzt tot ist. „Ich habe gesehen, wie sie ihn auf einer Trage abgedeckt weggetragen haben, das war schlimm.“

Wie es zu dem Feuer kam, ist bisher ungeklärt. „Es muss eine Verpuffung gegeben haben. Woher können wir uns aber auch nicht erklären“, sagt Florian Aulenbacher. Die Brandfahnder der Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Spurensicherung hat unter anderem Reste von Kerzen und Sprühdosen gefunden. Laut Pressebericht liegen bisher keine Hinweise für ein Fremdverschulden vor. Am Freitagnachmittag wurde die Leiche des 68-Jährigen obduziert. Die Obduktion soll Aufschluss über die Todesursache geben. Den Sachschaden am Haus beziffert die Polizei mit rund 70 000 Euro.


pk

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