Stellwerksstörung am Ostbahnhof: Erhebliche Beeinträchtigungen für Wiesn-Besucher und Pendler

Stellwerksstörung am Ostbahnhof: Erhebliche Beeinträchtigungen für Wiesn-Besucher und Pendler
+
Immer öfter sprengen Täter, wie hier in Ottobrunn, Geldautomaten. Eine gefährliche Methode. 

Zwei Überfälle in zwei Tagen

Gefährlicher Trend Automaten-Sprengung

  • schließen

Zweimal in zwei Tagen haben Bankräuber einen Geldautomaten gesprengt und fette Beute gemacht. Noch sind es Einzelfälle eines gefährlichen Trends.

Grünwald – Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen haben Unbekannte einen Bankautomaten der Deutschen Bank gesprengt: in der Nacht auf Donnerstag in der Emil-Geis-Straße in Grünwald. Erneut sind die Täter mit einem hohen Betrag entwischt, die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. Fakt ist: Unter den Dieben wird das Sprengen von Geldautomaten immer öfter zur lukrativen Methode. Und löst den klassischen Banküberfall ab. Vor allem auch, weil die Täter relativ schnell an viel Geld kommen. Doch das kann im schlimmsten Fall auch lebensbedrohlich sein.

Ein sechsstelliger Beutebetrag und ein Sachschaden von mindestens 80 000 Euro in der Nacht auf Mittwoch in Ottobrunn, ein ähnliche Summe und ein Sachschaden von mindestens 30 000 Euro in der Nacht auf Donnerstag in Grünwald. Gleich in zwei Nächten hintereinander haben Unbekannte zwei Bankautomaten der Deutschen Bank gesprengt und sind mit den Geldkassetten geflüchtet. Ob die Täter diese öffnen können, ohne die darin befindlichen Geldscheine zu zerstören, ist unklar. Zwar sind heute die meisten Geldkassetten mit Farbpatronen gesichert, die bei gewaltsamen Öffnen die Scheine unbrauchbar machen, doch offenbar ist das nicht bei allen Kassetten der Fall. Die Deutsche Bank machte auf Anfrage keine Angaben, ob sie Farbpatronen einsetzt oder nicht.

Die Überfälle in Ottobrunn und Grünwald ähneln sich in der Vorgehensweise, und es gibt weitere Übereinstimmungen. Beide Male war es eine Filiale der Deutschen Bank, und die Überfälle fanden in den frühen Morgenstunden statt: in Ottobrunn gegen 0.30 Uhr, in Grünwald gegen 1.10 Uhr. Außerdem berichteten an beiden Tatorten Zeugen, dass die Täter mit einem dunklen Sportwagen geflüchtet seien. In Grünwald habe ein Zeuge einen Audi, vermutlich das Modell A6, gesehen, schreibt die Polizei. 

Automaten-Sprengungen sind relativ neues Phänomen

Durch die Gemeinsamkeiten bei den Überfällen prüft die Polizei einen Zusammenhang zwischen beiden Taten. Allerdings wollen sich die Ermittler nicht zu früh festlegen, es gebe mehrere Gruppierungen, die für solche Überfälle verantwortlich sein könnten. „Es ist auch möglich, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt“, sagte ein Sprecher der Pressestelle des Polizeipräsidiums München auf Anfrage des Münchner Merkur. Deshalb sei es zu früh, von Serientätern zu sprechen. Ob es sich tatsächlich um Serientäter handelt, könne laut dem Polizeisprecher erst gesagt werden, wenn die Überwachungsbänder ausgewertet wurden und feststeht, wie die Bankautomaten gesprengt wurden.

Bankautomat in Ottobrunn gesprengt - Die Bilder

Es sei möglich, dass es sich um eine Gasexplosion handle. Überfälle mit Gasexplosionen sind in München und Umgebung ein relativ neues Phänomen, sagt der Polizeisprecher. „Bislang gab es nur vereinzelte Fälle.“ Die Methode entwickle sich aber hin zur neuen Form des Bankraubs. Da bei den nächtlichen Überfällen keine unbeteiligten Personen in Gefahr seien, handle es sich formell nur um Diebstahl und nicht um räuberischen Diebstahl, wodurch das Strafmaß im ersten Moment geringer sei. Hinzu kommt allerdings ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Der Polizeisprecher warnt auch vor möglichen Folgen: Ist das Gasgemisch falsch dosiert, besteht Gefahr für Leib und Leben. So versuchte im März vergangenen Jahres ein Mann in Dortmund einen Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn auf ähnliche Weise zu sprengen. Dabei leitete er zu viel Gas in den Automaten, sodass er bei der Explosion von der Abdeckung des Automaten am Kopf getroffen wurde und noch am Tatort verstorben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ausnahmezustand in Haching: Das sagt der Polizeichef vor dem „Wiesn-Derby“
SpVgg Haching gegen TSV 1860 München, das gab es zuletzt 2006. Jetzt also wieder - in der 3. Liga. Was sagt der Polizeichef zum Ausnahmezustand beim Wiesn-Derby?
Ausnahmezustand in Haching: Das sagt der Polizeichef vor dem „Wiesn-Derby“
Zwei Autofahrerinnen wollen bei Grün gefahren sein – Ismaninger Polizei sucht Zeugen
Zwei Autofahrerinnen behaupten bei Grün gefahren zu sein. Sie waren in einen Unfall verwickelt, der am Montag an der Kreuzung Münchner/ Wasserturmstraße passierte.
Zwei Autofahrerinnen wollen bei Grün gefahren sein – Ismaninger Polizei sucht Zeugen
„Stoffherzen“ Neubiberg: Zwei Herzen schlagen für Nadel und Faden
Selbermacher aufgepasst: Mit Markenware, und individueller Beratung wollen die „Stoffherzen“ in Neubiberg durchstarten. Das sind Christiane Domke und Ulrike Hess. Für …
„Stoffherzen“ Neubiberg: Zwei Herzen schlagen für Nadel und Faden
B13 vier Stunden lang dicht: Zwei Verletzte nach Crash mit Pannen-Lkw
Bei einem Unfall mit einem Pannen-Lastwagen in Unterschleißheim sind zwei Männer verletzt worden. Die B13 war nach dem Crash rund vier Stunden lang gesperrt.
B13 vier Stunden lang dicht: Zwei Verletzte nach Crash mit Pannen-Lkw

Kommentare