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Verein kämpft seit zwei Jahren um Tennisplätze in Grünwald

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Bald ist es zwei Jahre her seit der Gründung der Tennisfreunde Grünwald. Genauso lange bemühen sich die Vereinsmitglieder darum, in der Gemeinde Fuß zu fassen und eine Spielmöglichkeit im Freizeitpark an der Dr.-Max-Straße zu bekommen. Bislang ohne Erfolg.

Grünwald – Aber die Sportler lassen nicht locker. Sie sind leid, zum Spielen auf geeigneten Flächen in Nachbargemeinden Zuflucht suchen zu müssen. Im eigenen Wohnort gibt es Plätze, die sie gerne im Sinne der Gemeinnützigkeit verwenden würden, bisher jedoch verhallt jede Bitte. Der Gemeinderat hatte mit CSU-Mehrheit beschlossen, „einer alleinigen Nutzung der gemeindlichen Tennisanlage im Freizeitpark durch die Tennisfreunde nicht näher zu treten“. Grund ist neben vertraglichen Verpflichtungen zur Verpachtung an das Unternehmen Elter Sport auch die Befürchtung von mehr Lärm. Das wiederum führe zu möglichen Einschränkungen für sämtliche sportlichen Aktivitäten auf dem Gelände des Freizeitparks, wie Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) argumentiert.

Vorsitzender Christian Geigle hat jetzt gemeinsam mit zwei weiteren Familienvätern das Gespräch gesucht und auch einen Termin beim Bürgermeister erhalten. Einen durchschlagenden Erfolg sieht er allerdings nicht. Im Gegenteil.

Die Väter schlugen vor, die gemeindeeigene Tennisanlage an der Dr.-Max-Straße den Bürgern zur Verfügung zu stellen, denen sie ja letztlich auch gehöre. „Da machte Bürgermeister Neusiedl kurzen Prozess“, schreibt Geigle in einer Pressemitteilung. Sie, die Väter und ihre Familien, wohnten nur in der Gemeinde Grünwald. Die Gemeinde selbst werde aber durch ihn, den Bürgermeister, dargestellt und vertreten.

Zweitgrößter Verein in Grünwald

Der Verein hat inzwischen einen Antrag formuliert, der im Gemeinderat behandelt werden soll. Darin wünschen sich die Vereinsspieler, dass die gemeindeeigene Zweifeld-Tennishalle an der Dr.-Max-Straße von der Freizeitpark Gesellschaft an den Verein verpachtet werden soll. Zur Begründung verweisen sie auf einen erheblichen Bedarf an bezahlbaren Spielmöglichkeiten für die tennisinteressierten Grünwalder, vor allem aber für die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die in Grünwald leben und ortsnah einen Gelegenheit zum Tennisspielen haben wollen.

Immerhin handele es sich bei den Tennisfreunden um den zweitgrößten Grünwalder Verein, der sich auch schon am Ferienprogramm erfolgreich beteiligt habe. Gespielt wurde demnach auf eigens angemieteten Tennisplätzen in Furth/Oberhaching und in der Tennishalle der „Tennisbase“ des BTV in Oberhaching. Insgesamt 76 Kinder und Jugendliche, fast ausschließlich aus Grünwald, nahmen an den acht einwöchigen Tenniscamps teil.

Mag alles sein. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur machte Bürgermeister Neusiedl trotzdem klar, dass er die Angelegenheit aus seiner Sicht für ausdiskutiert hält. Schließlich habe ein Gespräch stattgefunden, in dem Elter Sport dem Verein ein Angebot unterbreitet habe, was aber offenbar nicht angenommen worden sei. Was die zwei Hallenplätze angeht: Sie befinden sich zwar im Eigentum der Gemeinde, gleichzeitig aber eben im Besitz von Elter Sport. Weshalb der Verein auch in diesem Punkt mit dem Privatunternehmer verhandeln müsse.

Neusiedl hält am Status quo fest

Das Argument der Vereinsmitglieder, dass es für sie nahezu unmöglich sei, am Wochenende, einen Platz zu bekommen, läuft seiner Meinung nach ins Leere. „Selbstverständlich ist das hier kein Wohlfahrtsinstitut, und Herr Elter vergibt die Plätze in der Reihenfolge nach frühzeitiger Anmeldung. „Wenn Sie zum Metzger gehen und sagen: ,Ich möchte jetzt weniger zahlen, weil ich Grünwalder Bürger bin.’ Dann wird der sagen: ,Da möchte ich aber schon auch noch ein Wort mitreden.‘“ Oder jemand zieht nach Grünwald und segelt gerne. Neusiedl spitzt zu: „Und wir sollen jetzt einen See bauen, weil Sie gerne segeln.“ Die Verfahrensweise, im Freizeitpark Erbbaurecht mit einem Privaten zu vereinbaren, habe vor langer Zeit Altbürgermeister Hubertus Lindner favorisiert. Und dabei wolle man bleiben.

Lesen Sie hier einen Kommentar von Merkur-Redakteur Marc Schreib

Rubriklistenbild: © dpa

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