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Julia Gasser.

Erfolgreiche Stammzellenspende

Grünwalderin nach Krebsdiagnose auf Weg der Besserung - Julia Gasser darf Krankenhaus verlassen

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Im November 2018 die Schockdiagnose: Leukämie. Doch Julia Gasser aus Grünwald kämpfte, fand einen passenden Stammzellenspender und durfte nun das Krankenhaus verlassen.

Grünwald – Julia Gasser ist nach der Schockdiagnose Leukämie im vergangenen November auf dem Weg der Besserung. Die Grünwalderin durfte nach der Knochenmarktransplantation und anschließender Quarantäne das Krankenhaus verlassen. Sie freut sich auf die Zeit mit ihrer Familie, die wie die 33-Jährige in den vergangenen Monaten unter der Leukämie-Diagnose gelitten hat. „Es ist unglaublich schön, einfach wundervoll, zuhause zu sein!“, freut sich Julia Gasser. 

Bei der Mutter von zweijährigen Zwillingen war im November 2018 eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert worden. Bei dieser Krankheiten vermehren sich die weißen Blutkörperchen unkontrolliert und verdrängen so die roten Blutkörperchen. Das führt zu Sauerstoffmangel im Blut. 

Die Heilung verdankt die Grünwalderin auch der Öffentlichkeit. Bei einer Typisierungsaktion des Kindergartens Leerbichlallee, in den ihre Söhne gehen, und der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) im Januar kamen 1153 Menschen ins Grünwalder Bürgerhaus, um herauszufinden, ob sie Julias genetischer Zwilling sind. Und tatsächlich, es wurde ein passender Spender gefunden. „Ich möchte mich noch einmal bei allen Leuten bedanken, die sich für mich typisiert haben. Mein Spender hat mir das Leben gerettet“, sagt Julia Gasser. Anfang April bekam sie die Stammzellen des Spenders per Infusion transplantiert. „Es hat 45 Minuten getropft, dann war es vorbei. Gefühlt hat sich nichts verändert.“ 

Doch schon nach wenigen Tagen begann die Heilung. „Meine Blutwerte sind super, sogar die Leukozyten sind gestiegen und meine Trombos sind kleine Kämpfer!! Die Ärzte sind erstaunt, dass es mir so gut geht und mit dem Verlauf der Therapie sehr zufrieden“, schrieb Julia Gasser nach einer Woche auf ihrem Instagram-Profil, auf dem sie ihr Leben seit der Diagnose in einer Art Tagebuch begleitet. An Tag 15, Dienstag vor Ostern, durfte sie das erste Mal wieder nach draußen – nach vier Wochen in einem Isolationszimmer. „Es war einfach toll, wieder an der frischen Luft zu sein“, sagt sie. Nach 20 Tagen durfte die 33-Jährige das Krankenhaus endgültig verlassen. 

Zuhause angekommen, genoss Julia Gasser die Zweisamkeit mit ihrem Mann Manuel. „Wir haben einfach nichts gemacht, die gemeinsame Zeit nach vier Wochen ohne Anfassen und mit Mundschutz genossen.“ Nur auf die beiden Söhne David und Matteo musste sie zunächst verzichten, weil sie mit einem Schnupfen eine potenzielle Gefahr für ihr neues Immunsystem waren. Am heutigen Samstag darf sie ihre Zwillinge endlich wieder in die Arme schließen. „Es ist gut, dass auch für sie jetzt wieder der Alltag beginnt.“ 

Überstanden hat Julia Gasser den Kampf gegen den Krebs allerdings noch nicht. Bis Tag 100 nach der Transplantation muss sie alle drei Tage zur Kontrolle in die Tagesklinik, danach einmal wöchentlich. Erst wenn sich nach fünf Jahren keine neuen Krebszellen gebildet haben, hat sie den Krebs endgültig besiegt.

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