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Im Robotic-Wahlkurs war Nao, der tanzende, multivariable Roboter, vor zwei Jahren die Attraktivität.

Gymnasium Grünwald als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet

Talentbiotop im Aufbau

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Das Gymnasium Grünwald ist als „MINT-freundliche“ Schule ausgezeichnet worden.

Grünwald – Mit Minze hat die Auszeichnung freilich nichts zu tun. Unter der Bezeichnung „MINT-Fächer“ sind Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, die an der Schule einen hohen Stellenwert haben, zu verstehen. Das Gymnasium ist mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet, und die Schüler machen auch bei „Jugend forscht“ mit. Im Februar waren unter anderem Robin Bott und Valerie Abs mit einem Brillenreiniger der besonderen Art am Start.

„Das Besondere ist aber, dass den Schülern über den Pflichtunterricht hinaus eine Vielfalt von interessanten Angeboten gemacht wird, die zur intensiven Beschäftigung mit Mathe, Informatik, Physik, Biologie oder Chemie einladen“, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. So werde zum Beispiel in den 7. Klassen jedes Jahr eine „Science Fair“ durchgeführt, bei der die Schüler einfache wissenschaftliche Fragestellungen mithilfe von Experimenten lösen und das Ergebnis einer Jury aus Vertretern der Schulfamilie vorführten.

Besonderheiten seien der „Lego-Robotics“ und der „NAO-Kurs“. „Hier lernen die Schüler auf spielerische Weise, einfache Roboter zu bauen beziehungsweise zu programmieren“, teilt das Gymnasium mit und verweist darüber hinaus auf intensive fächerübergreifende Zusammenarbeit im MINT-Bereich.

Dieses Engagement wurde nun durch die Aufnahme in den Zirkel der „MINT-freundlichen Schulen“ gewürdigt. Heuer bekamen 35 bayerische Schulen neu dieses Siegel, das bundesweit vergeben wird. Bei der Preisverleihung in München betonten Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Bedeutung der Förderung von Naturwissenschaften an Schulen. Staatssekretär Georg Eisenreich Kultusministerium lobte beispielsweise die Talentförderung an MINT-freundlichen Schulen: „Unsere Schulen sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Je früher Talente entdeckt werden, umso gezielter können sie bei ihrer Entfaltung gefördert werden.“

Thomas Sattelberger, Ex-Telekom-Personalvorstand und Vorsitzender der Initiative MINT-freundlicher Schulen sagte, die die MINT-Verantwortlichen an den Schulen seien auch „hochengagierte Querdenker“, die Talentbiotope an ihren Schulen schaffen würden. „Die Kombination von beidem ist mehr als ungewöhnlich, das schaffen manche Vorstandsvorsitzende in Wirtschaftsunternehmen nicht.“

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