Hund beim Tierarzt
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Todespanik und Schmerzen erleiden Hunde, nachdem sie Gift gefressen haben.

Grünwald: Besitzer setzt 10 000 Euro Belohnung aus

Am Isarhochufer: Hund frisst Giftköder

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
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Am Isarhochufer hat eine Mischlingshündin Giftköder gefressen und knapp überlebt. Besorgniserregend: Stella war nicht der einzige Hund, der in jüngster Zeit in Gründwald Gift gefressen hat.

Grünwald – Stella hatte Glück und ist dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen. Gerade so. Montagabend war die zehnjährige Labradormischlingsdame mit ihrem Herrchen Dirk Rohrbach wie so oft am Isarhochufer in Grünwald spazieren. Zuhause erbrach sich die Hündin mehrmals, bekam Durchfall und Lähmungserscheinungen. Dirk Rohrbach fuhr mit ihr sofort zum Tierarzt. Die Diagnose: Stella hatte Gift gefressen.

Der Besitzer aus Grünwald ist stinksauer.

Mithilfe von Antibiotika und Schmerzmitteln kam sie wieder auf die Beine. „Offenbar hat sie keine so große Dosis von dem Gift erwischt“, sagt Dirk Rohrbach. Der 38-jährige Unternehmer ist trotzdem stinksauer. Vor allem seit er von anderen Hundebesitzern erfahren hat, dass auch deren Hund beim Spaziergang offensichtlich einen Giftköder gefressen hatte. „Mehrere Tage verbrachte der Hund in der Tierklinik, hat zum Glück aber auch überlebt.“

Beim Absuchen des Spazierwegs hätten die Besitzer nahe der Klessingstraße dann ein mit Rattengift präpariertes Brötchen gefunden, das wohl ganz frisch ausgelegt worden war, und Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Polizeiinspektion Grünwald bestätigt den Eingang der Anzeige. Auch die Gemeinde Grünwald hat auf den Vorfall reagiert und an den sogenannten Dog-Stations am Isarhochufer Hinweise aufgehängt, die Hundebesitzer vor möglichen weiteren Giftködern warnen sollen.

„Der Täter nimmt den qualvollen Tod von Hunden in Kauf.“

Dirk Rohrbach will es dabei nicht belassen. „Der Täter nimmt den qualvollen Tod von Hunden in Kauf, und auch spielende Kinder könnten die rosafarbenen Giftkörner in einem unbeaufsichtigten Moment verschlucken und im schlimmsten Fall daran sterben.“ Er selbst hat noch einen zweiten Hund, der bei besagtem Spaziergang nichts von dem Gift gefressen hatte. Zudem hat er eine zweijährige Tochter, um deren Wohl er sich sorgt.

Grünwalder setzt 10 000 Euro Belohnung aus.

Um den Täter dingfest zu machen und mit allen Konsequenzen zu bestrafen, setzt er eine hohe Belohnung aus: 10 000 Euro will er für Hinweise bezahlen, die zum Täter führen. „Das ist es mir auf jeden Fall wert“, sagt Rohrbach. Er hofft, dass es vielleicht einen Mitwisser gibt, der sich angesichts der hohen Summe meldet. „Oder jemand hat vielleicht mitbekommen, wie damit geprahlt wurde, Hunde umbringen zu wollen.“ Rohrbach hat eine E-Mail-Adresse eingerichtet: isarhochufer@gmx.de. Hinweise werde er streng vertraulich behandeln.

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