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Im Walderlebniszentrum in Grünwald wird vor den Augen einer geschockten Schulklasse ein Wildschwein erschossen.

Walderlebniszentrum

Wildsau wird vor Augen von Schulklasse erschossen

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Grünwald - Aufregung um einen Schulausflug ins Walderlebniszentrum in Grünwald: Dort musste eine Schulklasse mitansehen, wie ein Wildschwein erschossen wurde.

Nach dem tödlichen Schuss verendete das Tier vor den Augen der Schüler. Ein bedauernswerter Fehler, sagt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forstwirtschaft (AELF). Ein Skandal, befinden Tierschützer. Doch wie konnte es soweit kommen?

Die dritte Klasse einer Münchner Grundschule hatte den Vormittag im Walderlebniszentrum verbracht und wärmte sich gerade im zugehörigen Panoramasaal auf, als es plötzlich laut knallt. Durch die große Glasfront können die Schüler sehen, wie ein blutüberströmtes Wildschwein aus dem Wald rast. Der Jäger hat die Sau zwar mit dem ersten Schuss getroffen, das Tier schleppt sich jedoch noch einige Meter weiter und bricht in Sichtweite der Schüler zusammen. Der Schwarzkittel ist tot. Die Kinder sind geschockt, einige weinen. Ihre Eltern sind sauer, als sie von dem Vorfall erfahren.

Das für das Walderlebniszentrum zuständige AELF hat sich inzwischen bei der Schule entschuldigt und angeboten, den Vorfall mit den Kindern aufzuarbeiten. „Es tut uns außerordentlich leid“, sagt Andreas Egl vom AELF. Der Jäger habe nicht gewusst, dass sich eine Klasse auf dem Gelände befindet. Erl: „Ein Fehler. So etwas darf nicht passieren.“ Sonst achte man darauf, dass der Abschuss unbemerkt von den Besuchern stattfindet. Der Wildschweinbestand im Gehege müsse immer wieder reduziert werden, da sich die Tiere sehr schnell vermehren.

Tierschützern schmeckt das gar nicht. Die Tierschutzorganisation Peta protestiert am Sonntag daher vor dem Erlebniszentrum – gegen die Jagd und die aktuellen Vorkommnisse. Maria Martens von Peta sagt: „Dass in der Nähe von Kindern mit tödlicher Munition geschossen wird, ist verantwortungslos und höchst gefährlich. “

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