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Mit einem Fest in der Halle haben sich Asylbewerber und Helferkreis verabschiedet. 

Wörnbrunn geräumt

Die letzten Tage der Traglufthallen

Grünwald – Die Tage der letzten Traglufthallen sind gezählt: Die Halle in Wörnbrunn (Grünwald) ist seit Dienstag geräumt.Am 24. November schließt voraussichtlich die Notunterkunft in Unterföhring.

Am kommenden Montag wird das Landratsamt die Halle in Wörnbrunn an die Firma Paranet zurückgeben. 36 Bewohner sind nach Ismaning, Oberhaching, Taufkirchen, Grasbrunn, Garching und Höhenkirchen-Siegertsbrunn umgezogen. Die anderen 75 Bewohner leben seit Dienstag in der Traglufthalle in Unterhaching.

Die Bewohner der Unterföhringer Halle ziehen in die feste Unterkunft an der Bauhofstraße, mit der die Voraussetzung für ein weiteres Leben in Unterföhring geschaffen ist.

Nur Unterhaching bleibt in Betrieb

In Haar läuft der Mietvertrag mit Paranet bis Ende Februar. Nur die Doppelhalle an der Biberger Straße in Unterhaching bleibt als einzige von einst acht Traglufthallen in Betrieb. „Die brauchen wir aus Kapazitätsgründen noch“, sagt Christine Speigel, Sprecherin des Landratsamts.

Paranet-Mitarbeiter haben derweil in Oberhaching und Unterhaching mit dem Abbau begonnen. „Das Inventar wird in Container eingelagert und nach Potsdam gebracht.“ Raphael Hock von Paranet hofft jetzt auf trockenes Wetter: „Dann können wir die Hallen selbst demontieren.“ Nach kleinen Umbauarbeiten sollen sie als Sportstätten für Tennis und Schwimmen neue Verwendung finden.

Grünwalder wollen Kontakt halten

In Grünwald haben Flüchtlinge und Helfer ihr gemeinsames Jahr in Wörnbrunn mit einem Abschiedsfest offiziell ausklingen lassen. Den Kontakt wollen sie aber halten. „Wir machen weiter. Wir haben teilweise ein sehr herzliches Verhältnis zu den jungen Männern aufgebaut“, sagt Ingrid Reinhart. Sie ist Sprecherin des Helferkreises, in dem 80 Grünwalder „mit ungebrochenem Engagement“ aktiv sind. 

Wöchentlich bieten sie zwei Kochabende und ein Sprachcafé im evangelischen Gemeindezentrum an: „Zu den Angeboten kommen die Flüchtlinge von überall her, weil sie Grünwald irgendwie als Heimat empfinden“, sagt Ingrid Reinhart: „Ich bin da wirklich stolz drauf. Es gab ja große Bedenken von verschiedenen Gruppen, Müttern zum Beispiel. Wir haben das so gut über die Runden gebracht, gemeinsam mit Polizei, Landratsamt und den Grünwaldern.“ 

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