+
Der Nachtbus rollt:  v.l. Dirk Volkert, Bürgermeister Jan Neusiedl und Johann Seel vom Ordnungsamt freuen sich.

50.000 Fahrgäste seit Dezember 2015 zwischen Grünwald und Großhesselohe

Kreis will Nachtbus mitzahlen

  • schließen

Grünwald – Viele freuen sich über den Nachtbus: 50.000 Fahrgäste nutzen ihn seit Dezember 2015. Das hat auch der Landkreis eingesehen und zahlt künftig mit. 

Allen Unkenrufen zum Trotz hat der Grünwalder Nachtbus bei den Partygängern und Nachtschwärmern viel Anklang gefunden, wie bei einer ersten Bilanz im Verwaltungsausschuss jetzt deutlich wurde. Seit 1. Dezember 2015 verkehrt er zwischen der Trambahnhaltestelle Großhesselohe und dem Grünwalder Friedhof, und die Auslastung zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens ist laut dem geschäftsführenden Beamten Peter Gantner von der Bevölkerung insgesamt sehr gut angenommen worden. 

Der Bus befördert in einer Woche rund 1000 Personen – mit leicht steigender Tendenz. Nut gegen etwa 4 Uhr sind kaum Fahrgäste unterwegs.

Ursprünglich wurde die Nachtbuslinie als Ergänzung zum Nachttaxi eingeführt. Die Idee dazu hatte Annabella Wünsche (CSU), die als junge Gemeinderätin aus eigener Erfahrung von den Schwierigkeiten berichtete, in später Nacht nach Hause zu kommen. Wegen des Andrangs hätten selten genügend Taxis zur Verfügung gestanden – gerade für junge Frauen eine unangenehme Situation. Das klang für die Mehrzahl der Gemeinderäte so überzeugend, dass ein Versuchsballon gestartet wurde. 

Zwischenzeitlich hat sich der Landkreis München dazu bereit erklärt, für den künftigen Betrieb anteilig Kosten zu übernehmen, die allerdings erst nach der abschließenden Ausschreibung ermittelt werden können. Die Kosten für die Gemeinde liegen derzeit bei rund 9000 Euro im Monat bei 31 Beförderungstagen. 

Der Landkreis benötigt noch Details. Hier sind sie: Die Vertragslaufzeit würde die Gemeinde gerne auf acht Jahre festlegen, um die Kosten möglichst gering zu halten. Außerdem hält es die Verwaltung für sinnvoll, Kleinbusse auf Transporterbasis einzusetzen. 

Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für diesen Vorschlag, der noch dem Gemeinderat vorgelegt werden muss. Das beinhaltet auch eine Ausschreibung des Busangebots mit Fahrplankonzept und Haltestellen. Wenn alles reibungslos vonstatten geht, wird sich der Landkreis mit Fahrplanumstellung im Dezember 2018 an den Kosten beteiligen. Bis dahin muss die Gemeinde die Fahrten allein bezahlen. Das Angebot bleibt in jedem Fall bestehen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vom Sturm zerstört: „Das war mal unser Wohnmobil“
Das Unwetter, das am Dienstag über den südlichen Landkreis hinweggefegt ist, hat teilweise viel Schaden angerichtet. Auch Irene (62) und Klaus Laubmeier (62) aus …
Vom Sturm zerstört: „Das war mal unser Wohnmobil“
Kinderbetreuung vor dem Kollaps
Heftige Engpässe gibt‘s bei der Kinderbetreuung in Grasbrunn: Mindestens 35 Plätze fehlen. Lösungen sind schwierig zu finden.
Kinderbetreuung vor dem Kollaps
Neuer Jugend-Treffpunkt: Anwohner fürchten Lärm
Ein Unterstand für Jugendliche mit Sitz- und Liegemöglichkeiten im Unterhachinger Ortspark soll kommen. Die Anwohner sind allerdings nicht begeistert. 
Neuer Jugend-Treffpunkt: Anwohner fürchten Lärm
Hilfsmission auf hoher See
Auf eine spannende Reise begibt sich Andreas Sliwka am Mittwoch: Der Unterföhringer Arzt sticht an Bord des „Seefuchs“ in See - um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu …
Hilfsmission auf hoher See

Kommentare