Kinder im Kindergarten
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In kleinen, festen Gruppen spielen die Kinder in der Notbetreuung in Kindergärten.

Debatte im Grünwalder Gemeinderat

Nutzen Eltern die Notbetreuung aus?

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Nutzen manche Eltern die großzügige Verfahrensweise bei der Notbetreuung an den Schulen aus? Dieses Thema kam jetzt im Grünwalder Gemeinderat auf.

Grünwald - Der Wechselunterricht ist bereits seit Wochen am Laufen. Oliver Schmidt hat von einer Mutter gehört, dass die Plätze in der Notbetreuung in Grünwald gar nicht leicht zu bekommen seien. Sie ist selbst auf einen Arbeitsplatz angewiesen und warf Eltern vor, ihre Kind in der Notbetreuung abzugeben, obwohl sie diese gar nicht bräuchten. Mit anderen Worten gingen möglicherweise manche Elternteile gar keiner Beschäftigung nach und wären in der Lage, ihr Kind selbst zu betreuen. Schmidt wollte von der Grünwalder Verwaltung wissen, ob das stimmen kann. Er ist der Überzeugung, dass aus Bequemlichkeit keinesfalls wichtige Plätze in der Notbetreuung belegt werden sollten.

Nachweise sind nicht erforderlich

Susanne Kruse (Grüne), selbst Lehrerin, stellte klar, dass bei der Antragstellung auf eine Notbetreuung keine Nachweise erforderlich sind. Es werde an die Eltern appelliert, dass nur diejenigen die Notbetreuung in Anspruch nehmen, die sie auch wirklich benötigen. Sie hält es daher für sehr gut möglich, dass Fälle wie von Oliver Schmidt beschrieben, auch eintreten. Barbara Portenlänger-Braunisch (CSU) fügte hinzu: „Das galt auch für die Kindergärten, dass man das nicht überprüfen darf. Jeder hat in diesem Sinne irgendeine Not.“

Im Grünwalder Gemeinderat sitzt sogar eine Lehrerin, die an der Martin-Kneidl-Grundschule selbst unterrichtet und aus direkter Erfahrung sprechen kann. Claudia Fried (CSU) erklärte, dass die Lehrer durch die Notbetreuung gebunden und aus dem Präsenzunterricht abgezogen werden. Ihres Wissens nach wird aber niemand abgewiesen, der eine Notbetreuung beantragt.  msc

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