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Ein buntes Fest feiern die Pfarreien zu Ehren Pater Anton Lötschers (Mitte). Dabei sind Dekan Monsignore Walter Wenninger (l.) und Zweiter Bürgermeister Stephan Weidenbach.  

 Hunderte Gläubige beim Abschiedsfest

Pater Lötscher verlässt Grünwald

Mit einem großen Fest hat Grünwald Pater Anton Lötscher verabschiedet. Er geht nach zwölf Jahren in den Ruhestand. 

Grünwald – Mit einem feierlichen Gottesdienst in Maria Königin und einem Fest auf der Pfarrwiese hat sich der Pfarrverband Grünwald von Pater Anton Lötscher OMI (Ordo Maria Immaculata) verabschiedet. Nach zwölf Jahren Tätigkeit in Grünwald geht er nun mit 78 Jahren in den Ruhestand. „Sie sind ein wahrer Seelsorger, haben die beiden Pfarreien Maria Königin und St. Peter und Paul hervorragend geleitet und zu einem Pfarrverband zusammengeführt“, lobte Stephan Weidenbach, Kirchenpfleger von Maria Königin und zweite Bürgermeister. Mehrere hundert Gläubige im Festzelt pflichteten ihm bei. Sie alle wollten persönlich von dem beliebten Pater Abschied nehmen.

Mit großem Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse und gewachsenen Strukturen beider Pfarreien formte er mit Bedacht den Pfarrverband. Nach Weidenbachs Meinung zeigte das Fest mit vielen Mitglieder beider Pfarreien schon allein, wie eng mittlerweile die Bande geworden sind. Er bezeichnete Lötscher außerdem als Bindeglied zwischen den Pfarreien und der Gemeinde. „Er hat es durch vielseitige Kontakte verstanden, nah an den Menschen zu sein.“

Pfarrer Christian Stalter von der evangelischen Thomasgemeinde erinnerte zudem an zahlreiche ökumenische Veranstaltungen, die während Lötschers Amtszeit ihren Anfang nahmen. Ökumenische Bibelabende, die sich zu „einer schönen Tradition entwickelt haben“, gemeinsame Gottesdienste und Sommerfeste. „Der Glaube an Gott ist Erinnerung, dass Gutes existiert und lebt, es findet sich im Alltag.“ Stalter wünschte Lötscher auch weiterhin „ein mutiges Herz, das Risiken eingeht und Offenheit für die Schönheit der Welt und Gottes“.

Lötscher freute sich über den großen Zuspruch aus den Pfarreien und der Gemeinde. „Mir war es immer wichtig, für die Menschen da zu sein. Dieses Fest ist eine wunderbare Antwort.“ Er betonte, dass er mit Grünwald stets im Herzen verbunden bleibe. Der Seelsorger, der vor seiner Zeit in Grünwald 26 Jahre lang Pfarrer und Dekan in Biberach war, wird nun in den Wallfahrtsort Weihenlinden am Chiemsee ziehen. Von echtem Ruhestand kann dort aber keine Rede sein: Er wird mit 40 Prozent seiner Arbeitskraft weiterhin für die Kirche tätig sein. Seine Nachfolge in Grünwald tritt im Oktober Eugen Strasser-Langenfeld an, aktuell noch Stadtpfarrer in Bad Reichenhall.

Birgit Davies

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