Die Querungshilfe mit Verkehrsinsel hat die Gemeinde vor Jahren eingebaut, um die Situation an der Ecke Wörnbrunner- und Kaiser-Ludwig-Straße übersichtlicher zu gestalten.
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Die Querungshilfe mit Verkehrsinsel hat die Gemeinde vor Jahren eingebaut, um die Situation an der Ecke Wörnbrunner- und Kaiser-Ludwig-Straße übersichtlicher zu gestalten.

Grünwald will bei künftigen Straßensanierungen bedenken, ob Querungshilfen sinnvoll sind

Reif für die Inseln

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Eine größere Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer wollte Carsten Kuchernig bewirken. Dazu hatte er in der Bürgerversammlung beantragt, Straßen zurückzubauen oder Verkehrsinseln vorzusehen.

Grünwald - Der Grünwalder Bürger nannte als Paradebeispiel die Dr.-Max-Straße, die durch ihre Breite und gerade Führung die Autofahrer zum Beschleunigen ihrer hochmotorisierten Fahrzeuge einlade. Die Verkehrsinsel würden hier eine starke Wirkung erzielen und zum ständigen Abbremsen zwingen. Auf diese Weise könne die vorgeschriebene Geschwindigkeit besser durchgesetzt werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Gemeinde will bei künftigen Straßensanierungen den Bau von Verkehrsinseln berücksichtigen, sofern es der Querschnitt der Straßen zulässt und auch alle weiteren Voraussetzungen gegeben sind.

In der Vergangenheit habe man bereits darauf geachtet. Darauf wies Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) im Verwaltungsausschuss hin. Beispielsweise in der Kaiser-Ludwig-Straße auf Höhe der Heckenrosenstraße sowie an der Wörnbrunner-/Ecke Josef-Sammer-Straße. Teilweise habe man gegen heftigen Widerstand von Grünwalder Bürgern eine Querungshilfe mit Verkehrsinsel gebaut. Carsten Kuchernig renne daher mit seinem Antrag offene Türen ein. Bürgermeister Neusiedl: „Wir müssen nur prüfen, ob die Straße breit genug sind.“

In dem Zusammenhang regte Ingrid Reinhart-Maier (Grüne) an, noch einmal einen Vorstoß zu wagen, beim Straßenbauamt anzufragen und um eine Querungshilfe an der Emil-Geis-Straße auf Höhe des Rossmann zu bitten, auch wenn es sich um eine Staatsstraße handele. Sie habe bei einem Fernlehrgang gelernt, dass die Straßenverkehrsordnung an der Stelle nicht hergebe, einen Zebrastreifen einzuziehen. An diesem gefährlichen Punkt werde die Ortsmitte sozusagen zerrissen, weil man so schwer zu den Einkaufsmöglichkeiten auf der anderen Seite der Straße zu gelangen. Ein Aussicht auf Erfolg sieht Bürgermeister Neusiedl da nicht. „Wir haben keinerlei Planungshoheit.“ Erst im Herbst sei ein entsprechender Antrag abgelehnt worden. Hier gebe es zu viele Grundstücksausfahrten und die Breite der Straße sei nicht ausreichend.

Achim Zeppenfeld (SPD) schlug vor, dass die Verwaltung prüfen solle, wo in Grünwald die Breite für Verkehrsinseln vorhanden sind. An der Wörnbrunner Straße westlich der Tobrukstraße kurz vor dem Gemeindezentrum sei zum Beispiel und eine gute Stelle, um mit der Prüfung anzufangen. Die Bereitschaft dazu gibt es, allerdings will Bürgermeister Neusiedl jetzt nicht das gesamte Gemeindegebiet durchforsten. Dazu habe man ohne fremde Hilfe nicht die Kapazität. Aber der Punkt an der Wörnbrunner soll geprüft werden. Zeppenfeld fand Gehör.

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