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Erfreuliche Mehreinnahmen hat Grünwald.

Sattes Gewerbesteuer-Plus von 32,4 Millionen Euro für Grünwald

Ein goldenes Jahr

Grünwald – Klotzen statt kleckern: Grünwald kann es sich leisten. Erst recht mit einem unerwarteten Geschenk im Wert von 32,4 Millionen Euro.

Äußerst erfreuliche Nachrichten konnte Kämmerer Raimund Bader dem Gemeinderat Grünwald im Zuge der Haushaltsberatungen verkünden: ein sattes Plus von 32,4 Millionen Euro bei den Gewerbesteuern. Mit 140 Millionen Euro hatte die Kommune gerechnet, 172,4 Millionen Euro stehen am Ende des vergangenen Jahres unterm Strich. 

Kein Wunder also, dass er trotz steigendem Nivellierungshebesatz für die Berechnung der Steuerkraft von 250 Prozentpunkten auf 310 und steigender Kreisumlage dafür plädierte, die Hebesätze unverändert zu belassen. Denn, wie Bader sehr vorsichtig formulierte, sei das „Gesamtergebnis auskömmlich“. 

Ein Resultat, mit dem die Kommune die 72 Millionen Euro Kreisumlage – durch die Anhebung um 2,9 Punkte sieben Millionen Euro mehr als im Vorjahr – gut stemmen kann. 

Wie Bürgermeister Jan Neusiedl erklärte, werden über sie unter anderem rund 40 Millionen Euro für Flüchtlinge finanziert. Kosten, die zusätzlich anfallen und weder vom Freistaat noch vom Bund getragen werden. „Die weitere Entwicklung der Kreisumlage ist wiederum an die Entwicklung der Flüchtlingszahlen gebunden“, meinte er. Hohe Gewerbesteuer-Einnahmen bedeuten auch eine satte Gewerbesteuer-Umlage: 50,2 Millionen Euro. 

Diese Ausgabe stellt den größten Posten im Verwaltungshaushalt – Volumen 182,4 Millionen Euro –, gefolgt von 15,9 Millionen Euro Personalkosten. Allein in der Kinderbetreuung werden zehn neue Stellen geschaffen. 

Und fürs Sparkonto bleibt angesichts der hervorragenden Finanzlage ebenfalls etwas übrig: Zwölf Millionen Euro sollen dem Vermögenshaushalt zugeführt werden, der knapp 50,6 Millionen Euro umfasst. 

Neben den geplanten Investititionen sieht die Gemeinde heuer zwei Millionen Euro für eine Erweiterung des Gymnasiums vor. „Bereits jetzt ist abzusehen, dass die Größe der Schule langfristig nicht ausreicht“, sagte Bürgermeister Neusiedl. Ursprünglich dreizügig gebaut, gibt es derzeit fünf 5. Klassen und jeweils vier 6. bis 8. Klassen. Für 2017 sind weitere 14 Millionen Euro für die Erweiterung geplant.

dv

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