Wer mit Bürgermeister Jan Neusiedl einen Termin vereinbaren möchte, kann das jederzeit tun.
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Wer mit Bürgermeister Jan Neusiedl einen Termin vereinbaren möchte, kann as jederzeit tun.

RATHAUSANGEBOT HAT SICH BEWÄHRT

Bürgermeister Neusiedl hält nichts von einer Sprechstunde

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Grünwald – Eine Sprechstunde des Grünwalder Bürgermeisters hält Christian Geigle für eine sinnvolle Ergänzung des Rathausangebotes und hat in der Bürgerversammlung vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Verwaltungsausschuss hat sich jetzt im Hubertus-Lindner-Saal mit dem Thema beschäftigt.

Wie Hauptamtsleiter Tobias Dietz ausführte, ging es dem Antragsteller darum, dass sich die Bürger mit ihren Anliegen direkt und in unkomplizierter Form an den Rathauschef wenden können. Der Gemeinderat, so Dietz weiter, dürfe darüber jedoch keine Entscheidung treffen. Das obliege alleine dem Bürgermeister. Ingrid Reinhart-Maier (Grüne) ist bewusst, dass der Gemeinderat oder aber der Ausschuss Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) nicht dazu zwingen kann, eine Sprechstunde abzuhalten. Sie hielte es jedoch für eine schöne Geste – eine Praxis, die auch in anderen Gemeinden Anwendung finde: „Es ist sehr niederschwellig. In der jetzigen Situation muss schon ein sehr gewichtiges Anliegen vorhanden sein, dass man extra einen Termin mit dem Bürgermeister vereinbart.“ Sie empfahl daher eine solche Einführung.

Bürgermeister Neusiedl ist da anderer Meinung: „Ich muss Ihnen klipp und klar sagen. Es steht dem Gemeinderat nicht zu.“ Er sei seit 18 Jahren im Amt und seine Kommunikation mit den Bürgern habe sich bewährt. Vorgänger Hubertus Lindner habe es auch nicht anders gehandhabt. Meistens gehe es um Bauanfragen, die sich im Vorfeld klären ließen, ohne persönliches Gespräch. In manchen Fällen, wenn es um tropfende Wasserhähne und Umbaumaßnahmen von Mietern gehe, sei ihm seine Zeit in speziellen Fällen zu schade. „Es gibt Leute, da lässt sich die Sache nicht klären.“ Neusiedl machte klar, dass er die bisherige Regelung für gut befindet und dabei bleiben will.

Gerhard Sedlmair (CSU) zeigte Verständnis für die Haltung des Bürgermeisters. Es gebe 24 Gemeinderäte, die von den Bürgern Anregungen empfangen. Da sei eine Extra-Sprechstunde für Kleinigkeiten mehr oder weniger überflüssig. Die Bürger hätten schließlich ganz viele Möglichkeiten zu fragen oder sich in irgendeiner Form einzubringen.

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