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Sie hat Zeit: Die Bronzefigur im Luitpoldweg. Die Neuasphaltierung mit Straßengestaltung verzögert sich.

Jahrzehnte lang wird schon geplant

Stillstand in der Grünwalder Ortsmitte

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Grünwald - Seit Jahrzehnten wird an einer neuen Ortsmitte geplant. passiert ist noch wenig. Nun wurde Gemeinderat Oliver Schmidt ungeduldig.

 Die Grünwalder Ortsmitte ist sehr lebendig, und das hat sie vielen Gemeinde im Landkreis voraus. Aber über den Charme lässt sich freilich streiten. Wie sich das Verhältnis von Auto, Fahrradfahrer und Fußgänger zueinander verhalten soll und wie man den Verkehr in dem Bereich Marktplatz, Rathausstraße und Luitpoldweg entzerren und noch besser ordnen kann, damit beschäftigen sich Gemeinderat und Fachplaner seit mehreren Jahrzehnten.

Oliver Schmidt (PBG) wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein bisschen ungeduldig und bat um einen Zwischenbericht. In der Schlosspassage hätten die Ladenbesitzer nach dem großen Brand vor wenigen Jahren vorbildlich und zügig eine Neuplanung umgesetzt. Die Gemeinde komme indessen mit ihrem Konzept Ortsmitte nicht voran. „Wir müssen zeigen, dass wir nicht nur schöne Schulen bauen, sondern auch einen Plan für das Zentrum umsetzen können. Der Stillstand ist auch ein Ärgernis für die Wirtschaft.“ Gerade in Anbetracht dessen, dass das Café Fischer eine neue Bedeutung als Restaurant bekomme oder das Eboli unweit davon einen neuen Pächter. Schmidt bat darum, nicht einfach alles chronologisch abzuarbeiten.

Mit seiner Kritik bezieht sich der PBG-Gemeinderat auf einen Antrag von Architekt Wilhelm Prells in der Bürgerversammlung, der gerne ein neues Zentrum als verkehrsberuhigten Bereich etablieren wollte. Dazu schlug er einen städtebaulichen Wettbewerb mit Ideensammlung vor – betreffend den Marktplatz, die Rathausstraße mit Rathausplatz, den Luitpoldweg mit Schlosspassage sowie die Schlossstraße von der Südlichen Münchner Straße bis zum Derbolfinger Platz.

Die Bürgerversammlung lehnte den Antrag jedoch ab. Sie folgte damit den Ausführungen von Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU). Demnach habe man den Parkdruck durch den Bau der Tiefgarage am Marktplatz gelindert, außerdem eine Studie zum Radwegekonzept in Auftrag gegeben. Des Weiteren erteilte Neusiedl in der Bürgerversammlung wie auch im Gemeinderat dem Wunsch eine Absage, die Rathausstraße in eine Fußgängerzone zu verwandeln: „Dann können Sie in der Schlosspassage oder in der Rathausstraße gleich die Rollläden runterlassen.“ 

Denn der Autoverkehr sei für eine florierende Geschäftsstraße lebensnotwendig. Der Bürgermeister gab allerdings zu, dass die Zusammenarbeit mit den Planern mühsam sei. Am Luitpoldweg hatte Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling vor drei Jahren ihre Vorschläge im Bauausschuss vorgestellt. Seither stockt der Fortgang, und eine Umsetzung lässt auf sich warten. Einen Ideenwettbewerb, wie in der Bürgerversammlung angeregt, hielt Bürgermeister Neusiedl für alles andere als zielführend. Denn dieser würde sich mit den bereits bestehenden Planungen und Vorhaben überschneiden.

Die gute Laune lässt sich der Gewerbeverband in Grünwald jedenfalls nicht nehmen. Erst vor einem Monat hatte er ein großes Fest im Luitpoldweg zelebriert unter dem romantischen Motto „Grünwald leuchtet“.

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