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Der Wagen steckt im Baum.

Feuerwehr-Bilanz

Sturm Bianca wütet im Kreis München: Landratsamt warnt vor akuter Lebensgefahr im Freien - 130 Sturm-Einsätze

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130 Sturm-Einsätze hat die Feuerwehreinsatzzentrale bislang im Landkreis München in der Nacht auf Freitag verzeichnet. Beim Forstwirt bei Harthausen rammte ein Pkw einen umgestürzten Baum.  Das Landratsamt warnt vor akuter Lebensgefahr im Freien.

Update von 14 Uhr: In Grünwald ist durch Sturm Bianca eine große Fichte auf die Oberleitung der Tram gestürzt, sodass der Tramverkehr über Stunden eingestellt werden musste. Am Derbolfinger Platz in Grünwald stürzte  ein Baum auf einen geparkten Pkw. Am Audi A4 entstand Totalschaden von 20 000 Euro.

In Unterschleißheim stürzte Am Weiher ein Baum von einem Grundstück auf die Straße, dabei verfing er sich in einem Telefonmasten und riss diesen mit. Im Kirchheimer Ortsteil Hausen beschädigte ein umgeknickter Baum eine Stromleitung. Die Feuerwehr sicherte den Bereich um die Leitung, bis der Strom abgeschaltet war.

Kurz nach Mitternacht griff eine Streife der Bundespolizei im Ostbahnhof eine 15-jährige Unterhachingerin auf. Da der S-Bahnbetrieb wegen des Sturmtiefs eingestellt war, kam sie nicht mehr nach Hause. Nachdem die Mutter nicht erreichbar war, fuhren Beamte das Mädchen im Streifenwagen nach Hause.

Update von 11.45: Das Landratsamt München warnt nun in einer Pressemitteilung davor, in den nächsten Tagen die Wälder und Erholungsgebiete im Landkreis aufzusuchen. „Durch Bäume, die durch den Sturm teilweise entwurzelt wurden oder instabil geworden sind, besteht aktuell akute Lebensgefahr“, heißt es. Bereits seit den frühen Morgenstunden seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde im Einsatz, um sämtliche Flächen zu kontrollieren und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Unter anderem müssten umgestürzte Bäume und abgerissene Äste auf Fuß- und Radwegen entfernt werden. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich noch einige Tage andauern.

Mittlerweile spricht die Feuerwehr von rund 130 Sturmeinsätzen.

Grasbrunn - Viel Glück hatten die beiden Insassen eines Pkw in der Sturmnacht auf der Staatstrasse 2079 zwischen Forstwirt und Landkreisgrenze. Gegen 21.50 Uhr fuhren sie mit ihrem Wagen gegen umgestürzte Bäume, meldet die Freiwillige Feuerwehr Harthausen.

Insassen bleiben unverletzt

Die beiden konnten sich selbst befreien und blieben unverletzt. Allerdings wurde ihr Fahrzeug schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Feuerwehr macht Straßen frei

Die Feuerwehr Harthausen entfernte die Bäume vom Pkw und sorgte wieder für freie Fahrt auf der Staatsstraße. Außer diesen Einsatz mussten mehrere umgestürzte Bäume in Richtung Baldham, Siegertsbrunn und Putzbrunn beseitigt werden. Die Feuerwehr Harthausen war unter Leitung von Kommandant Georg Schachter mit 18 Mann während dieser Zeit unterwegs. Insgesamt verzeichnet die Feuerwehreinsatzentrale in der Nacht bis 6 Uhr 115 Einsätze. Weitere werden noch gemeldet und müssen abgearbeitet werden.

Auch den Landkreis Weilheim-Schongau traf der Sturm hart. Das Radom Raisting wurde abgedeckt.

Einen Überblick über die Sturm-Folgen lesen Sie in unserem Bayern-Ticker.

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