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Der Everding-Saal – hier mal nicht im klasssischen Ambiente, sondern tief in Musical-Farben getaucht.

Musical in Grünwald

Tanzen wie eine Winterkönigin

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Wenn die Zeit aus den Fugen gerät... Was dann passiert, zeigten die jungen Darsteller von „Jugend aktiv“ beim Musical in Grünwald. Eine Hommage an die Freundschaft.

Grünwald – Mit „Die Zeichen der Zeit“ hat der Grünwalder Verein „Jugend aktiv“ erneut ein vielseitiges Musical für die ganze Familie auf die Bühne gebracht. In der Produktion war alles selbst gemacht. Abgesehen von der Musik, die auf Liedern aus bekannten Musicals und Hits wie „Can’t Stop The Feeling“ von Justin Timberlake basierte, haben die Kinder und Jugendlichen aus dem „Young Stage College“ des Vereins und ihre Lehrer das kurzweilige Stück mit Gesang, Tanz und Schauspiel eigenständig entwickelt.

Für die zwei Aufführungen im August-Everding-Saal in Grünwald gab es am Wochenende viel Applaus – auch immer wieder zwischen den Szenen, die von einer abenteuerlichen Reise erzählten. Das Buch für „Die Zeichen der Zeit“ stammte von Patricia Probst-Söhn, die auch die Inszenierung mit den 45 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 18 Jahren einstudiert hat. Die künstlerische Gesamtleitung hatte ihre Mutter Petra Söhn, für Tanz und Choreographie war Nicola Parger verantwortlich, Susanne Hollmach für Gesang und die musikalische Leitung sowie Monika Fried für den Schauspielunterricht. Die kleinen und großen Akteure nahmen das Publikum mit auf eine wundersame Reise, die nach einer Strandparty begann und bei der die Zeit aus den Fugen geraten war. Es ging um Freundschaft und Teamwork.

Auf der Suche nach den Zeichen der Zeit musste die Gruppe einige Abenteuer bestehen und kam an die unterschiedlichsten Orte, die mit großen Projektionen an die Wand des August-Everding-Saals projiziert wurden. So gerieten die singenden und tanzenden Darsteller etwa an die zickige Winterkönigin, tanzte in einer Sommerlandschaft und landete sogar in der Hölle.

Das Treffen mit Luzifer lieferte schließlich den begeistert beklatschten Höhepunkt – einen perfekten Stepptanz von drei Jungs zur Musik von AC/DC: „Highway to Hell“. Die „Minis“, die Kleinsten aus der „Young Stage College“-Gruppe bereicherten die Aufführung im Everding-Saal in wechselnden, kreativen und sehr niedlichen Kostümen. Dass harte Probenarbeit hinter der Inszenierung steckt, war unübersehbar. Große wie kleine Darsteller agierten souverän. Seit Januar hat die Gruppe aus dem Verein „Jugend aktiv“, der vergangenes Jahr zehnjähriges Bestehen feierte, jeweils freitags im Ballettzentrum in der Ludwig-Thoma-Straße geprobt. Gar nicht so einfach sei es gewesen, alle Beteiligten auf die Bühne zu bekommen. Einer habe immer gefehlt, etwa wegen schulischer Verpflichtungen, erzählte Petra Söhn. Erst bei der Aufführung waren alle da – und begeisterten als eingespieltes Team. „Es ist ein wunderschönes Arbeiten auf dem Weg dorthin“, betonte die künstlerische Leiterin. Sie lege Wert darauf, dass alle eine Aufgabe bekommen. „Wir wollen nicht den einen Star auf der Bühne. Bei uns ist jedes Kind wichtig.“

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