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Tempo, Lärm und Sicherheit: Wo hakt‘s in Grünwald?

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Von: Marc Schreib

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Einen besonderen Gefahrenschwerpunkt gibt es laut Polizei in Grünwald nicht.
Einen besonderen Gefahrenschwerpunkt gibt es laut Polizei in Grünwald nicht. © Brouczek/Archiv

Eine ganze Reihe Verkehrsfragen sind jetzt im Grünwalder Verwaltungsausschuss behandelt worden. Alle betrafen mehr oder weniger Tempo, Lärm und Sicherheit.

Grünwald - Eine Verkehrsberuhigung in Form einer Überquerungshilfe wollten Eltern an der Wörnbrunner-/Ecke Tobrukstraße durchsetzen. Gerade auf dem morgendlichen Weg zur Grundschule hätten die Kinder ihre liebe Not, sicher zum Postbergl zu gelangen. Die abgestellten Fahrzeuge und Anhänger an der Einmündung blockierten die Sicht. Mehrmals hat sich der Grünwalder Verwaltungsausschuss mit der Situation vor Ort befasst, auch die Polizei. Ein besonderer Gefahrenschwerpunkt scheint aus ihrer Sicht nicht vorzuliegen.

Polizeichef rät zu Parkzone

Gerhard Sedlmair (CSU) räumte allerdings ein, dass die Sicht von der Tobrukstraße in die Wörnbrunner Straße und umgekehrt sehr schlecht sei und schlug zur Behebung des Problems ein Halteverbot vor. Der Grünwalder Inspektionsleiter Andreas Förster bestätigte die Einschätzung und riet aus polizeilicher Sicht zu einer Parkzone für kleinere Pkw, damit die Kinder am Morgen besser sehen und gesehen werden. Der Verwaltungsausschuss folgte dem Vorschlag. Außerdem soll auf Anregung der Polizei geprüft werden, ob eine Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel so eingebaut werden kann, dass sie die Zufahrten zu den anliegenden Häusern nicht blockiert.

Versetztes Parken für mehr Sicherheit

Erst vor kurzem hatte die Gemeinde in der Eichleite versetztes Parken angeordnet, um mehr Sicherheit zu schaffen. Das aber reicht laut einer Anwohnerin nicht aus. Die Straße sei sogar noch unübersichtlicher geworden, Fußgänger und spielende Kinder dadurch einer größeren Gefahr ausgesetzt. Sie hatte in der Bürgerversammlung deshalb beantragt, verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Schwellen oder Aufpflasterungen einzubauen. Aber solche Hindernisse haben laut Verwaltung einen großen Nachteil. Sie werden oft erst spät erkannt und „die Stöße werden als unangenehm empfunden“. Das sei vor allem für den Rettungsdienst bei Notfalltransporten problematisch. Nach Rücksprache mit der Polizei genüge an dieser Stelle das versetzte Parken vollauf, da ein schnelleres Autofahren als Tempo 30 gar nicht mehr möglich sei. Daher war sich der Verwaltungsausschuss einig, keine weiteren Maßnahmen in der Eichleite zu ergreifen.

Anwohner beschwert sich über Hupkonzerte und Verkehrslärm

Die Enge der Perlacher Straße hin zum Marktplatz mit viel Verkehr ist einem Grünwalder, der dort wohnt, ein Dorn im Auge. Hupkonzerte und Verkehrslärm schmälern aus seiner Sicht die Lebensqualität auf dem kurzen Straßenabschnitt erheblich. Sein Antrag aus der Bürgerversammlung: eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Wörnbrunner Straße. Davon jedoch will der Ausschuss nichts wissen, eine solche Lösung bringe viel mehr weitere Probleme als Verbesserungen. Immerhin, die etwas in die Jahre gekommene Leitplanke an der Perlacher Straße wird erneuert. Das versprach Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU).  

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