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Aus 200 Quadratmetern Bretter und 80 Kilogramm Nägel haben die Jugendlichen ihr eigenes Hüttendorf gezimmert.

Abenteuerspielplatz Wörnbrunn

Wahlversprechen: Fußballturnier und ganz viele Süßigkeiten

Grünwald - Viele fleißige kleine Handwerker haben am Aktivspielplatz auf der Rodungsinsel Wörnbrunn den letzten Tag im Hüttendorf für kleine Verschönerungen in ihren selbstgebauten Häuschen genutzt.

Außerdem freuten sie sich schon über den Besuch des Grünwalder Bürgermeisters, der seinen „Amtskollegen“ aus dem Hüttendorf begrüßte. Der elfjährige Mika aus Harlaching ist schon ein „alter Hase“, war er doch schon im Vorjahr Bürgermeister. „Diesmal war mein Wahlversprechen ein Fußballturnier und als Preis für die Sieger Süßigkeiten“, berichtete er. Und damit machte er das Rennen und führte Neusiedl mit einer Schar begeisterter Kinder durch das Dorf.

„Es ist eine Freude, zu sehen, mit welcher Kreativität und Geschick die Kinder hier unterwegs sind“, sagte Neusiedel. So hatten die 138 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren insgesamt 19 Häuser gebaut, zum Teil mit erstem Stockwerk, selbstgezimmerten Möbeln wie Tischen und Stühlen. Manche Türen hatten sogar Scharniere, die von zu Hause mitgebracht worden waren, oder bunte Vorhänge aus Stoffresten.

Besonders stolz war die neunjährige Carla auf den Brotzeittisch samt Bank auf dem Flachdach ihrer Hütte „Cocktailbar“. „Wir waren zu siebt und dort konnten wir Brotzeit machen und alles sehen“, sagt sie strahlend.

Der Fantasie waren bei der Namensgebung keine Grenzen gesetzt und so gab es die „Hütten-Raudis“, die „7 Fußballgötter“ oder die „Killer-Villa“. Insgesamt benötigten die Hütten zwölf Bund Schwartlinge, 200 Quadratmeter Bretter, 180 große und 20 kleine Pfähle sowie sagenhafte 80 Kilogramm Nägel. Dazu kamen noch rund drei Meter Pflaster für kleinere „Auas“, die beim Werkeln entstanden.

„Diesmal hat der Gemeinde-Bauhof im Vorfeld viel geholfen und die Grundpfähle tief in die Erde gerammt, damit die Häuschen stabiler stehen“, sagte Jonas Heim vom Team des Jugendzentrums, die zusammen mit 20 Helfern die Kinder nicht nur mit handwerklichem Knowhow unterstützten, sondern auch immer gute Ideen für Spiele hatten wie Jonglieren, Basteln oder auch Fußballspielen.

Zur Abkühlung ging es an den heißen Tagen zwischendurch mal in den kleinen selbst gemachten Pool, der aus Strohballen bestand, die mit einer wasserdichten Plane bedeckt waren. „Es war wirklich eine sehr schöne und entspannte Woche“, ist sich das JUZ-Team einig.

Birgitt Davis

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