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Widerstand gegen die Villa "Bunker"

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Grünwald - In jedem Fall ein Hingucker wird das Projekt von Immobilienmagnat Manfred Rübesam aus München, der gegenüber der Burg eine Villa plant – auf einem ehemaligen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Bauausschuss ist gegen die Pläne.

Vielleicht das schönste, in jedem Fall aber das denkmalträchtigste Fleckerl in Grünwald befindet sich am Isarhang. Dort wo die mittelalterliche Burg Grünwald ihre ehernen Mauern aufrichtet, gegenüber das Schlosshotel und der Kirche St. Peter und Paul mit seinem markanten Turmspitzgiebel. Dieses Ensemble bekommt jetzt einen viertes Mitglied dazu. Vor knapp einem Jahr bekam Manfred Rübesam den Zuschlag, als die Bundesrepublik Deutschland das ehemalige Gelände eines Luftschutzbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg versteigerte. Das Anfangsgebot lag bei 20 000 Euro. Der jetzige Eigentümer ergatterte das Filetstück mit rund 1000 Quadratmetern Fläche in allerbester Lage für etwas mehr als eine Million Euro. Angesichts eines durchschnittlichen Quadratmeterpreises in Grünwald von 2000 Euro ein echtes Schnäppchen. Die Grünwalder Bauverwaltung sah sich noch vor der Versteigerung mit einem großen Interesse von potenziellen Käufern konfrontiert, die alle wissen wollten, wie es um den Denkmalschutz und die Einschränkungen durch die Geländehöhe bestellt ist. Denn davon hing schließlich ab, wie viel das Grundstück wert ist. Der Bunker selbst ragt deutlich über das Geländeniveau hinaus und wurde seinerzeit mit Erde zugeschüttet, um das Ortsbild nicht zu stören. Also fragte die Grünwalder Verwaltung umgehend beim Landratsamt München nach und wollte wissen, wie hier gebaut werden darf. Mit der für manchen verblüffenden Antwort, dass der aufgeschüttete Erdhügel als natürliche Geländeoberfläche gelten darf. Der Denkmalschutz spiele gar keine Rolle. Vor diesem Hintergrund plant der Eigentümer jetzt eine Villa mit Erdgeschoss und erstem Stock, die nicht allen Grünwaldern an dieser Stelle gefallen mag.

msc

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