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Vor dem Aus steht der Begegnungshof in Wörnbrunn.

Zum Aus des Begegnungshofs in Wörnbrunn

Staatsforsten: Vertragsverlängerung noch nicht vom Tisch  

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Die Staatsforsten sind verwundert, dass der Begegnungshof in Wörnbrunn seine Tiere schon an andere Höfe abgibt. Die Behörde hält eine Verlängerung des Vertrags für möglich.

Wörnbrunn – Für die Grünwalder Kinder und alle, die den Mensch-Tier-Begegnungshof inWörnbrunn geliebt haben, ist die Entscheidung der Bayerischen Staatsforsten, den Gestattungsvertrag nicht zu verlängern, ein herber Schlag. Allerdings will Forstbetriebsleiter Wilhelm Seerieder gerne auch die Sicht seines Unternehmens darlegen und sich nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen.

Er schickt voraus: Natürlich sei ein solcher Verein wie „Menschen brauchen Tiere“ und seine gemeinnützige Zielsetzung sinnvoll und habe die Unterstützung der Staatsforsten, soweit möglich. Aus der Sicht Seerieders „ist der Prozess der Verlängerung des Vertrags noch nicht abgeschlossen“. Er zeigte sich verwundert, dass die meisten Tiere des Vereins an andere Begegnungshöfe abgegeben worden seien.

Wieso das jetzt so schnell gegangen sei, versteht er nicht. Die Staatsforsten jedenfalls hätten vor einem Jahr einer Verlängerung des Gestattungsvertrags zugestimmt unter der Prämisse, dass der Verein und seine Vorsitzende Ina Kirchhoff die vertraglichen Unterlagen beibringen, die seine Gesellschaft benötigt. „Das sind Pflichten, die müssen erfüllt werden.“

Zunächst einmal ging es um die Betriebserlaubnis: „Um die haben wir uns am Ende selbst gekümmert und sie auf Nachfrage beim Landratsamt München bestätigt bekommen.“ Aber vieles andere steht laut Forstbetriebsleiter aus, obwohl ein langer Zeitraum von rund einem Jahr gewährt wurde, um die Unterlagen vorzulegen. Seerieders Vorwurf: „Die handelnden Personen in diesem Fall reagieren einfach nicht. Sie verhalten sich passiv.“

Beispiel Untermieterverhältnis, also das Verhältnis des Hauptmieters zum Verein: Dazu braucht es laut Seerieder eine „vertragliche Vereinbarung, die bis heute noch nicht vorliegt“.

Die Staatsforsten seien im Übrigen darauf angewiesen, dass baurechtliche Sachverhalte geklärt sind. Zum Beispiel, ob die „Holzlege“ (ein Holzlager) bei der ehemaligen Forstdienststelle als Stallung für Tiere genutzt werden darf oder nicht. Verhält es sich um eine landwirtschaftliche Nutzung oder etwas anderes? Was sagt das gemeindliche Bauamt, wird ein Umbau in einen Stall akzeptiert oder nicht?

Auch brandschutzrechtliche Fragen seien offen. „Es geht um einen privatrechtlichen Vertrag und wir müssen sicher stellen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.“ Ganz abgesehen davon habe man der Vereinsvorsitzenden ein Anwesen in Berg am Starnberger See angeboten als Alternativobjekt. Hier seien alle Formalia geklärt, es ist genehmigungsfähig. Aber auch hier hätten die Staatsforsten keine Reaktion erhalten.  

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