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Die Linie 25 fährt nach Grünwald.

Aus dem Gemeinderat

Tram 37 war nur eine Übergangslösung 

MVG weist Forderung nach zusätzlicher Linie für Grünwald aus Kostengründen zurück 

Eine zusätzliche Tramlinie 37 wird es in Grünwald nicht geben. Der Ersatz für die Linien 15 und 25 war nach Beendigung der  Gleisarbeiten wieder eingestellt worden. Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion im Gemeinderat hat sich somit erledigt, was für Enttäuschung im Gremium sorgte. „Das wäre eine gute Geschichte gewesen“, sagte Zweiter Bürgermeister Stephan Weidenbach (CSU), der die Sitzung in Vertretung des erkrankten Rathauschefs Jan Neusiedl (CSU) leitete. 

Die MVG lehnte den Vorschlag aus Kostengründen ab und verwies in einem Schreiben vom November 2015 darauf, dass „dank maßgeblicher Unterstützung durch die Gemeinde Grünwald“ das Angebot auf der Tramlinie 25 zum kommenden Fahrplanwechsel erweitert werde. „Die Gemeinde wird künftig an Samstagen tagsüber im Zehn-Minuten-Takt, und damit doppelt so oft wie bisher, bedient.“ Die FDP hatte im Oktober 2015 einen Antrag gestellt und diesen damit begründet, die dass die Tram 37 über den Stachus zum Petuelring gefahren sei. „Für viele ältere und gehbehinderte Personen bedeutet die Fahrt von Grünwald in die Stadtmitte beziehungsweise in die nördlichen Stadtteile, ohne in die U-Bahn umsteigen zu müssen, einen erheblichen Gewinn an Komfort und Sicherheit. Viele ältere Bürger scheuen die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt, weil sie das umständliche Umsteigen am U-Bahnhof nicht in Kauf nehmen wollen.“ Es sei zu erwarten, argumentierte die FDP, dass vor allem ältere Menschen durch eine Tram zum Stachus das Auto stehen lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden. 

Die Linie 37 sei lediglich eine Übergangslösung gewesen – darauf verwies der MVG in seinem Schreiben. Der Vorschlag, die Linie beizubehalten „bedarf eines zusätzlichen Einsatzes von mindestens acht Fahrzeugen bei einem unterstellten Zehn-Minuten-Takt“. Diese Straßenbahnen müssten extra angeschafft werden. Darüber hinaus verweist der MVG darauf, dass die Fahrtzeit ins Zentrum von München mit Umsteigen am Wettersteinplatz deutlich schneller sei als die Fahrt mit der Tram. Deshalb sei davon auszugehen, dass ein Großteil der Fahrgäste auch künftig das Umsteigen in die U-Bahn einer Direktverbindung vorziehe. „Ferner, und dieses Argument ist maßgeblich von Bedeutung, wäre dieses Fahrplanangebot sowohl im Stadtgebiet München als auch im Gemeindegebiet Grünwald ein massives Überangebot“, heißt es in dem MVG-Schreiben. Diese Lösung sei nicht finanzierbar. 

Seine Enttäuschung machte FDP-Fraktionssprecher Michael Ritz deutlich: Er habe erwartet, die Münchner Verkehrsgesellschaft würde „flexibler in unserem Sinne entscheiden“. Die Grünwalder seien mit ihrem Wunsch nicht allein, auch der Harlachinger Bezirksausschuss habe einen ähnlichen Antrag gestellt. Er hoffe, betonte Ritz, der Vorschlag werde nicht endgültig in der Schublade verschwinden. Fraktionskollege Matthias Schröder bezeichnete die Begründung des MVG als „wenig differenziert“. Zu dem Argument, eine zusätzliche Linie sei nicht finanzierbar, „hätte ich gerne Zahlen gehabt“. Sitzungsleiter Weidenbach antwortete, ein Zug koste rund eine Million Euro. Zu Vorschlägen, die einige Gemeinderäte zur Linienführung der Straßenbahnen 15 und 25 machten, sagte der Zweite Bürgermeister: „Wir sollten uns nicht so viele Gedanken über die MVG machen.“ Es sei in der Sitzung ausschließlich um den Antrag gegangen; Ideen zur Linienführung könnte die Gemeinde auf der jährlichen Konferenz der MVG vortragen.

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