Fröhlicher Abschied: Die kleinen Morisken der Grundschule tanzen mit Rektorin Elisabeth Angermüller. Foto: Brouczek

Grundschule: Rektorin Elisabeth Angermüller verabschiedet

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Mit Tänzen, gesungenen Reimen und Ansprachen hat die Schulfamilie Elisabeth Angermüller, Rektorin der Sigoho-Marchwart-Grundschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, in den Ruhestand verabschiedet.

Schüler, Lehrer und Elternbeirat hatten ein sehr persönliches Programm in der Mehrzweckhalle auf die Beine gestellt. Eltern und Lehrer filmten und hielten die Programmbeiträge in Bildern fest, in der ganzen Halle verteilt standen Blumensträuße und Geschenkkörbe auf dem Boden, die Angermüller im Laufe der Veranstaltung überreicht bekam. Angermüller ist sehr beliebt. Und sie hat es sogar in die ARD-Nachrichten geschafft: Denn zum Auftakt der Verabschiedung wurde auf einer Leinwand die Tagesschau übertragen. Top-Thema: Elisabeth Angermüller verlässt die Sigoho-Marchwart-Grundschule.

Die Schülerin Sydney Frentzel arbeitete als Korrespondentin live vor Ort. Sie ging mit einem Mikrofon durch die Reihen auf Stimmenfang und befragte Schüler, wie sie den Abschied ihrer Rektorin empfinden. Manch einer machte sich Sorgen, „was nun mit den Schülern passiert“ und fragte, „ob die Schule jetzt schließe. Sie trägt nämlich laut Konrektor Fritz Benda die Handschrift seiner scheidenden Chefin. Ihretwegen habe die Grundschule „einen guten Ruf im ganzen Landkreis“, lobte Benda. Er dankte Angermüller für 16 Jahre Engagement und Loyalität.

Bürgermeisterin Ursula Mayer bedankte sich bei Angermüller für die „gute Zusammenarbeit“ und überreichte ihr als Ausdruck der Anerkennung einen Oscar.

Zur Abschiedsfeier kamen zwei Vertreter der Münchner Moriskentänzer. Nach deren eigener Einlage holten sie die Kindermorisken der Grundschule auf die Bühne. Die Mädchen und Buben schlugen Räder und tanzten im Kreis erst um die schöne Maid herum - dann um Angermüller, die sich beeindruckt umsah und die Kinder für ihre Leistung beklatschte.

Viele der folgenden Beiträge waren Lieder in Reimform: Schulleiter-Kolleginnen dichteten für Angermüller, ebenso der Lehrerchor und die Mittagsbetreuung. Die Erstklässler wagten in ihrem Lied einen Blick in die Zukunft ihrer Rektorin. Die Mädchen und Buben stellen es sich super vor, „morgens später aufzustehen und die Schule nur von weitem zu sehen“. Dabei aber „nur noch Däumchen drehen“? Das wünschten sie ihrer Schulleiterin nicht. Sie schlossen mit der Zeile „Denken Sie an uns zurück, wir wünschen Ihnen immer Glück.“

Und die Viertklässler rappten: „Heute ist Abschied, das finden wir krass, Schule ohne Sie macht echt keinen Spaß. So muss es trotzdem weiter gehen, lassen Sie sich wenigstens ab und zu sehen.“

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