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Stolz ist Matthias Wermuth, Leiter des Kirchheimer Gymnasium, auf den Schulpreis. 

Ein echter Ansporn

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Nach dem Preis ist vor der Arbeit: Das Kirchheimer Gymnasium hat den zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis gewonnen. Für Schulleiter auch der Aufruf, die gute Arbeit fortzusetzen.

KirchheimMatthias Wermuth ist immer noch sprachlos. Und zugleich ist der Schulleiter stolz auf den zweiten Platz, den sein Gymnasium beim Deutschen Schulpreis gewonnen hat (wir berichteten).

Seitdem das Ergebnis feststeht und die Preise vergeben sind, erreichen ihn nicht nur Glückwünsche der Eltern und Schüler, auch Universitäten und Institutionen zollen ihre Wertschätzung. „Dass wir unter den letzten 20 sind, das wussten wir seit gut einem Monat, aber welcher Platz es genau sein wird, darüber herrschte absolutes Stillschweigen“, sagt Wermuth. Die Robert-Bosch-Stiftung, die den bedeutendsten deutschen Schulpreis auslobt, ließ nichts durchsickern.

Dabei hatte es auf der Reise zur Preisverleihung für die Schulfamilie noch eine Schrecksekunde gegeben: Die gebuchte Fluggesellschaft streikte und der Flugverkehr war stark eingeschränkt. Daher entschloss sich die neunköpfige Gruppe aus Kirchheim, kurzerhand für die Fahrt mit einem Minibus für die Fahrt nach Berlin, wo die Preisverleihung stattfand.

Die Spannung war gewaltig, vor allem, als Bundeskanzlerin Angela Merkel erschien, Fußball-Star Manuel Neuer war Schirmherr. Schnell war Wermuth klar: „Wir liegen weit vorne. Dass aber letztlich wir einer der fünf Zweitplatzierten geworden sind, war sehr überraschend.“ Das Gymnasium hatte sich nämlich zum ersten Mal beworben, viele anderen Schulen hatten bereits mehrere Anläufe hinter sich. Für Wermuth ein Beleg dafür, dass die Schulfamilie sehr gut gearbeitet hat und es im Gymnasium gut läuft. „Mehr können und wollen wir aber nicht“, sagt Wermuth, und schließt damit eine Teilnahme bei dem Wettbewerb in kommenden Jahr aus. „Ich bin kein Postenjäger.“

Der mit 25 000 Euro dotierte Preis sei für ihn der Ansporn, auf dem hohen Niveau weiterzuarbeiten und natürlich auch ständig die Prozesse zu überprüfen und verbessern.

Priorität habe jedoch der Schulneubau, denn nur in den neuen Räumen könne der hohe Standard gehalten werden und die wertvolle pädagogische Arbeit sowie die neuen Ansätze auf fruchtbaren Boden fallen. „Der Schulneubau wird die in der Bewerbung dargestellten Inhalte dann zum Leben bringen.“

Dass vor allem auch wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universität und TU München gratulierten, zeigen dem Schulleiter, dass „wir wahrgenommen und unsere Arbeit wertgeschätzt wird.“

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