Endlich eine Entscheidung: Noch ist es Ackerland, im Herbst 2019 wird Direktor Matthias Wermuth an gleicher Stelle vor dem Neubau des Gymnasiums stehen. SAB

Gymnasium Kirchheim wird neu gebaut

Kirchheim - Westlich der Heimstettener Straße wird eine Schule für 1300 Schüler errichtet, der bestehende Erweiterungsbau 2 bleibt erhalten.

Der Zweckverband Staatliche Weiterführende Schulen im Osten hat sich gestern einstimmig für den Neubau des Kirchheimer Gymnasiums entschieden. Westlich der Heimstettner Straße wird eine Schule für 36 Klassen und 1300 Schüler errichtet. Kosten: 59 Millionen; Fertigstellung: im Herbst 2019. Schulleiter Matthias Wermuth ist glücklich, „endlich geht es vorwärts!“

Die Gemeinde ist auf drei Flurnummern Miteigentümerin der benötigten Fläche. Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) hat mit den anderen Eigentümern einen Grundstückstausch vorbesprochen, weitere Verhandlungen folgen, doch zunächst war gestern der Beschluss des Zweckverbands nötig.

Eindringlich hatte Wermuth nochmals an die Verbandsmitglieder appelliert, endlich eine Entscheidung zu treffen. Der Zustand der Schule sei so schlecht, die Wasserschäden provisorisch nicht mehr zu beheben, „wir können nicht ewig warten“.

Ein Verzögern hatte niemand im Sinn, für Landrat Christoph Göbel (CSU) „gibt es keine Option, schon wieder nichts zu tun. Jahrelang hat man in Kirchheim nicht gehandelt, mit mir gibt es keine weitere Verzögerung.“

Mit dem einstimmigen Beschluss kommt nun Variante 4 zum Zug - der Neubau, inklusive Mensa und Vierfach-Turnhalle. Vom Bestand bleiben das Hausmeisterhaus sowie der Erweiterungsbau 2 aus dem Jahr 2011 erhalten mit Platz für acht Klassen.

Somit ist man auch das viel diskutierte Thema der Schülerzahlen los. Neubau für 1300 Schüler und Erhalt im Bestand für 200 Schüler ergibt zwar wiederum die Gesamtzahl von 1500 Gymnasiasten. Sollte jedoch ein weiteres Gymnasium in der Nähe gebaut werden, könnte der Erweiterungsbau 2 einer anderen Nutzung zugeführt werden. Mit dieser Lösung zeigten sich auch die SPD-Räte Johanna Hagn (Ismaning) und Ilse Pirzer (Kirchheim) zufrieden, die für ein weiteres Gymnasium im Osten plädiert hatten. Dass dafür Bedarf besteht, belegt die Prognose des Planungsverbands. Ein Aschheimer Gymnasium könnten bis zum Jahr 2025 gut 754 Schüler besuchen, für eine Feldkirchener Schule werden 820 Schülern prognostiziert.

Das Kultusministerium legt für die Neugründung einer Schule drei Kriterien an: die Dreizügigkeit mit mindestens 600 Schülern, zudem darf kein anderes Gymnasium in seinem Bestand gefährdet werden. Beide Punkte seien unkritisch, ob allerdings die Schüler nicht auch adäquat an anderen Einrichtungen beschult werden könnten, das bliebe zu klären. Für Göbel auch kein Problem, denn er bekräftigte mehrmals, dass „dieser Raum mehr Schulen braucht. Mit Haar, der Stadt München sowie dem Landkreis Ebersberg wird es hier Gespräche geben.“ Wermuth verabschiedete sich frohen Mutes in die Ferien, allerdings wird er sich in den kommenden sechs Wochen mit der Raumplanung beschäftigen. Im Herbst sollen die Wettbewerbsausschreibungen beginnen. Sabrina Brosch

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